Am Sonntagmorgen startete die Freiwillige Feuerwehr Stadt Wildeshausen gemeinsam mit den Ortswehren Wildeshausen und Düngstrup eine groß angelegte Einsatzübung auf dem Gelände der Diakonie Himmelsthür. Ziel war es, die Menschenrettung unter besonders schwierigen Sichtverhältnissen zu trainieren. Die Übung begann bereits gegen 08:15 Uhr, deutlich früher als ursprünglich geplant, um die Einsatzkräfte auf eine realistische Stresssituation vorzubereiten.
Realistische Bedingungen durch Nebel und Alarm
Das Übungsobjekt, ein leerstehendes Gebäude mit mehreren Stockwerken, wurde mit dichtem Theaternebel gefüllt, der nahezu vollständige Nullsicht simulierte. Gleichzeitig sorgte das durchgehend piepsende Signal einer ausgelösten Brandmeldeanlage für zusätzliche Belastung und Stress bei den Einsatzkräften. Das Szenario stellte die Feuerwehr vor die Herausforderung, vermisste Personen im Keller sowie in den drei darüberliegenden Etagen zu finden und zu retten.
Systematische Suche unter Atemschutz
Die eingesetzten Trupps arbeiteten unter Atemschutz und bewegten sich systematisch durch das Gebäude, um die vermissten Personen zu lokalisieren. Durch die simulierten Bedingungen wurde die Orientierung erschwert, was das Training für die Einsatzkräfte besonders anspruchsvoll machte. Die Rettung der Personen ins Freie erfolgte koordiniert und unter Berücksichtigung der Sicherheitsvorgaben.
Unterstützung durch Rettungsdienst und Logistik
Die medizinische Versorgung der „verletzten“ Personen übernahmen die Malteser Schnell-Einsatz-Gruppen (SEG) aus Wildeshausen und Sandkrug. Zudem war der Gerätewagen Atemschutz des Landkreises Oldenburg vor Ort, um die während der Übung eingesetzten Atemschutzgeräte direkt gegen frische Geräte auszutauschen. So konnte sichergestellt werden, dass alle Fahrzeuge nach rund zwei Stunden wieder vollständig einsatzbereit waren.
Feedback und Auswertung zur Optimierung
Die Übung wurde von Bürgermeister Jens Kuraschinski, Stadtbrandmeister Jens Hogeback sowie weiteren Übungsbeobachtern begleitet. Diese beobachteten das Geschehen kritisch, um mögliche taktische Defizite zu identifizieren und Verbesserungspotenziale für zukünftige Einsätze herauszuarbeiten. Trotz der anspruchsvollen Bedingungen zeigten sich alle Beteiligten mit dem Ablauf und den Ergebnissen der Übung sehr zufrieden.
Gemeinsamer Ausklang nach intensivem Training
Zum Abschluss des Übungsvormittags trafen sich die Einsatzkräfte im Feuerwehrhaus Wildeshausen zu einem gemeinsamen Frühstück, das von den Alterskameraden der Feuerwehr vorbereitet wurde. Diese Gelegenheit diente dem Austausch und der Reflexion des Erlebten in entspannter Atmosphäre.
Die Übung unterstreicht die Bedeutung regelmäßiger und realistischer Trainings für die Einsatzbereitschaft der Freiwilligen Feuerwehr. Insbesondere die Simulation von Nullsicht-Situationen und die Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst stärken die Fähigkeiten der Einsatzkräfte im Ernstfall.
Quellenangabe: Die Informationen basieren auf einer Pressemitteilung der Kreisfeuerwehr Oldenburg aus Wildeshausen, veröffentlicht auf Presseportal am 15. März 2026.
