Am Mittwochabend gegen 22:30 Uhr wurden Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei zu einer städtischen Unterkunft an der Strümper Straße in Meerbusch-Osterath gerufen. Über den Notruf war eine Explosion in dem Gebäude gemeldet worden, woraufhin die Einsatzkräfte umgehend ausrückten.
Umfangreiche Schäden an Gebäude und Fahrzeugen
Beim Eintreffen der Einsatzkräfte bot sich ein Bild erheblicher Zerstörung. Die Haustür der Unterkunft sowie zahlreiche Glassplitter lagen in einem Trümmerfeld vor dem Haus. Auch Dachziegel und die Briefkastenanlage waren beschädigt. Im Inneren des Gebäudes wurden mehrere Wohnungstüren durch die Druckwelle nach innen aufgedrückt, und diverse Fenster in verschiedenen Wohnungen zerborsten.
Darüber hinaus wurden zwei vor dem Haus geparkte Fahrzeuge sowie die Fassade eines gegenüberliegenden Hauses leicht beschädigt. Der entstandene Sachschaden wird von den Behörden auf einen hohen fünfstelligen Betrag geschätzt.
Explosion in Erdgeschosswohnung – Kleinbrand schnell gelöscht
Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler ereignete sich die Explosion in einer Wohnung im Erdgeschoss des Hauses. Dort wurden durch die Druckwelle Zimmertüren und Fenster zerstört. Ein kleiner Brand, der durch die Explosion ausgelöst wurde, konnte von der Feuerwehr zügig gelöscht werden.
Keine Verletzten – Bewohner vor Ort betreut
Glücklicherweise wurden bei dem Vorfall keine Personen verletzt. Die anwesenden Bewohner konnten das Gebäude eigenständig verlassen. Das Ordnungsamt der Stadt Meerbusch kümmerte sich um die Unterbringung der Betroffenen in einer anderen Unterkunft.
Polizeiliche Maßnahmen und Ermittlungen
Während des Einsatzes wurde die Strümper Straße zwischen der U-Bahnhaltestelle Hoterheide und dem Klaverdonksweg in beide Fahrtrichtungen gesperrt, um die Sicherheit der Einsatzkräfte und der Anwohner zu gewährleisten.
Ein 35-jähriger Bewohner des Hauses wurde vorübergehend in Gewahrsam genommen, nachdem er die Arbeit der Einsatzkräfte gestört hatte und einem Platzverweis nicht nachkam.
Ermittlungen zum Explosionsursprung laufen
Am Donnerstagvormittag nahmen Experten des Landeskriminalamts Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit der Kreispolizeibehörde Rhein-Kreis Neuss die Ermittlungen am Einsatzort auf. Nach aktuellem Stand der Untersuchungen ist ein pyrotechnischer Gegenstand in der Erdgeschosswohnung explodiert.
Zur genauen Art des Gegenstandes, den Hintergründen der Explosion sowie den Verantwortlichen liegen bislang keine gesicherten Erkenntnisse vor. In der betroffenen Wohnung wurden zum Zeitpunkt der Explosion keine Personen angetroffen, und auch die beiden dort gemeldeten Bewohnerinnen konnten bisher nicht befragt werden.
Zeugenaufruf
Die Polizei bittet Personen, die sachdienliche Hinweise zum Vorfall geben können, sich beim Kriminalkommissariat 11 unter der Telefonnummer 02131 300-0 oder per E-Mail an poststelle.rhein-kreis-neuss@polizei.nrw.de zu melden.
Die Ermittlungen dauern an, um die genaue Ursache der Explosion zu klären und mögliche Gefahren für die Öffentlichkeit auszuschließen.

