Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Hauptzollamts Krefeld hat bei einer umfassenden Kontrolle in Neuss Hinweise auf eine mutmaßlich illegale Beschäftigung von 15 chinesischen Staatsangehörigen festgestellt. Die Kontrolle fand in zwei Gewerbehallen statt, die nach bisherigen Erkenntnissen für den Messebau genutzt werden.
Großangelegte Kontrolle mit zahlreichen Einsatzkräften
Die Maßnahme wurde am 19. März 2026 durchgeführt und umfasste den Einsatz von rund 70 Einsatzkräften der Finanzkontrolle Schwarzarbeit aus den Dienststellen Mönchengladbach und Krefeld. Unterstützt wurden sie von Beamtinnen und Beamten der Bundespolizei sowie Mitarbeitenden der Ausländerbehörde der Stadt Neuss. Ziel war die Bekämpfung von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung.
Überprüfung von 23 Personen mit chinesischer Staatsangehörigkeit
Im Rahmen der Kontrolle wurden insgesamt 23 Personen mit chinesischer Staatsangehörigkeit angetroffen und überprüft. Von diesen wurden 21 Personen vorläufig in Gewahrsam genommen, um ihren Aufenthaltsstatus weiter klären zu können. Bei 15 der überprüften Personen besteht nach bisherigen Erkenntnissen der dringende Verdacht, dass sie sich ohne erforderlichen Aufenthaltstitel in Deutschland aufhalten und somit keiner erlaubten Beschäftigung nachgehen durften.
Weitere aufenthaltsrechtliche Maßnahmen und Ermittlungen
Die weiteren aufenthaltsrechtlichen Schritte werden von der zuständigen Ausländerbehörde der Stadt Neuss übernommen. Parallel dazu dauern die Ermittlungen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit an, insbesondere im Hinblick auf mögliche Verstöße gegen sozialversicherungsrechtliche Bestimmungen sowie das Vorenthalten von Arbeitsentgelt.
Ermittlungstaktische Gründe schränken weitere Auskünfte ein
Aus ermittlungstaktischen Gründen können derzeit keine weiteren Details zu dem Fall veröffentlicht werden. Die Behörden betonen jedoch, dass die Bekämpfung von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung weiterhin eine hohe Priorität hat und entsprechende Kontrollen konsequent durchgeführt werden.
Bedeutung der Kontrolle für die Region
Die Kontrolle verdeutlicht die anhaltende Herausforderung durch illegale Beschäftigung in der Region Neuss und Umgebung. Insbesondere in Branchen wie dem Messebau, die häufig auf kurzfristige und flexible Arbeitskräfte angewiesen sind, besteht ein erhöhtes Risiko für Verstöße gegen arbeits- und aufenthaltsrechtliche Vorschriften.
Zusammenarbeit verschiedener Behörden
Die erfolgreiche Durchführung der Kontrolle zeigt die enge Zusammenarbeit zwischen dem Hauptzollamt Krefeld, der Bundespolizei und der Ausländerbehörde der Stadt Neuss. Nur durch koordinierte Einsätze lassen sich solche komplexen Sachverhalte effizient aufklären und entsprechende Maßnahmen einleiten.
Ausblick
Die Ermittlungen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit werden fortgesetzt, um mögliche weitere Verstöße aufzudecken und gegebenenfalls strafrechtliche Schritte einzuleiten. Betroffene Unternehmen und Beschäftigte werden dabei einer genauen Prüfung unterzogen, um die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen sicherzustellen.

