Am späten Abend des 26. März 2026 kam es in einem Regionalexpress auf der Strecke von Stuttgart nach Karlsruhe zu einem Vorfall sexueller Belästigung. Eine 22-jährige Reisende wurde gegen 23:30 Uhr nach dem Verlassen des Stuttgarter Hauptbahnhofs von einem bislang unbekannten Mann belästigt. Die Bundespolizeiinspektion Stuttgart hat Ermittlungen aufgenommen und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung.
Vorfall im Zug: Belästigung nach Abfahrt aus Stuttgart
Nach bisherigen Erkenntnissen befand sich die Geschädigte zusammen mit einer Freundin in dem Regionalexpress, als sich der Tatverdächtige ihr näherte. Der Mann sprach die 22-Jährige an, woraufhin er offenbar keine erwünschte Reaktion erhielt. Im weiteren Verlauf berührte er die junge Frau gegen ihren Willen am Bein. Die beiden Frauen reagierten umgehend und machten lautstark deutlich, dass sie in Ruhe gelassen werden möchten.
Intervention durch Zugbegleiterin
Eine Zugbegleiterin wurde auf die Situation aufmerksam und begleitete die beiden Frauen in das Abteil der 1. Klasse, um sie zu schützen. Der Tatverdächtige versuchte im Anschluss, ebenfalls Zugang zu diesem Abteil zu erlangen. Die Zugbegleiterin verhinderte dies durch das Zuhalten der Tür. Beim Halt in Karlsruhe-Durlach verließ der Mann schließlich den Zug.
Ermittlungen der Bundespolizei
Die Bundespolizeiinspektion Stuttgart hat Ermittlungen wegen des Verdachts der sexuellen Belästigung aufgenommen. Der Tatverdächtige ist bislang unbekannt. Über sein Aussehen oder weitere Details wurden keine Angaben gemacht. Die Polizei bittet Personen, die den Vorfall beobachtet haben oder Hinweise zu dem Täter geben können, sich zu melden.
Zeugenaufruf und Kontaktmöglichkeiten
Zeugen werden gebeten, sich telefonisch unter 0711 55049-1020 oder per E-Mail an bpoli.stuttgart.oea@polizei.bund.de mit der Bundespolizeiinspektion Stuttgart in Verbindung zu setzen. Die Polizei betont, dass jede noch so kleine Beobachtung zur Aufklärung des Vorfalls beitragen kann.
Sicherheit im öffentlichen Nahverkehr
Der Vorfall verdeutlicht die Herausforderungen bei der Gewährleistung der Sicherheit in öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Bundespolizei sowie das Zugpersonal spielen eine wichtige Rolle, um Reisende zu schützen und bei Zwischenfällen schnell zu reagieren. Fahrgäste werden dazu angehalten, verdächtige Situationen umgehend dem Zugpersonal oder der Polizei zu melden.
Weitere Hinweise für Reisende
Reisende sollten sich im Falle von Belästigungen oder anderen Bedrohungen nicht scheuen, Hilfe zu suchen und Vorfälle zu melden. Die Bundespolizei weist darauf hin, dass sexuelle Belästigung strafrechtlich verfolgt wird und entsprechende Anzeigen zur Aufklärung beitragen.
Die Ermittlungen dauern an. Die Bundespolizei wird über weitere Entwicklungen informieren, sobald neue Erkenntnisse vorliegen.

