Am Montagabend, dem 16. März 2026, kam es auf der Schnellfahrstrecke Nürnberg-Ingolstadt zu einer vorübergehenden Streckensperrung. Grund dafür war eine Person, die unbefugt den Euerwangtunnel betrat. Die Bundespolizeiinspektion Nürnberg reagierte umgehend und sperrte den Tunnel, um Gefahren für den Bahnverkehr auszuschließen.
Zeugenaussage führt zu schneller Reaktion der Polizei
Gegen 20 Uhr meldete ein Zeuge der Polizei, dass er eine Person mit einer Sporttasche nahe dem Südportal des Euerwangtunnels im Gleisbereich gesehen hatte. Der Mann war in den Tunnel hineingelaufen, was auf der Schnellfahrstrecke ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellt. Die Bundespolizeiinspektion Nürnberg veranlasste daraufhin die sofortige Sperrung des Tunnels und leitete eine Suche ein.
Gemeinsame Suche von Bundes- und Landespolizei
Beamte der Bundespolizei sowie der Landespolizei durchsuchten den Tunnelbereich gemeinsam. Etwa 30 Minuten nach der ersten Meldung konnten sie den 36-jährigen rumänischen Staatsangehörigen etwa 80 Meter im Tunnel antreffen und aus dem Gefahrenbereich bringen. Die mitgeführte Sporttasche war leer, und ein Einsatz eines Sprengstoffspürhundes ergab keine Hinweise auf gefährliche Gegenstände.
Hintergrund der Aktion und Ermittlungen
Der Mann stand unter Alkoholeinfluss und hatte zuvor seine Entlassung aus einer Justizvollzugsanstalt gefeiert. Am Bahnhof Kinding verpasste er seinen Zug und versuchte anschließend, zu Fuß in Richtung Nürnberg zu gelangen, wobei er den Gleisbereich betrat. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, da das Betreten der Gleisanlagen unbefugt und gefährlich ist.
Auswirkungen auf den Bahnverkehr
Die Sperrung der Schnellfahrstrecke führte zu erheblichen Beeinträchtigungen im Fernverkehr. Züge mussten unter anderem zurückgesetzt werden, was zu Verzögerungen führte. Das genaue Ausmaß der Auswirkungen auf den Bahnverkehr wird noch untersucht.
Aufgaben der Bundespolizeiinspektion Nürnberg
Die Bundespolizeiinspektion Nürnberg ist mit rund 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die flächenmäßig größte Bundespolizeiinspektion in Bayern. Sie betreut ein Gebiet von über 16.000 Quadratkilometern und ist für mehr als 1.820 Bahnkilometer sowie 306 Bahnhöfe und Haltepunkte zuständig. Ihr Zuständigkeitsbereich reicht vom Landkreis Forchheim bis zum Landkreis Neu-Ulm und umfasst unter anderem die Schnellfahrstrecke Nürnberg-Ingolstadt.
Zu den Aufgaben der Bundespolizeiinspektion gehört es, Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung auf den Bahnanlagen des Bundes abzuwehren, die den Benutzern, den Anlagen oder dem Betrieb der Bahn drohen oder von den Bahnanlagen ausgehen.


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