Am Samstagnachmittag, den 21. März 2026, kam es auf der Bahnstrecke zwischen Holzkirchen und Bad Tölz zu einer Streckensperrung. Grund dafür war das Auflegen von Gegenständen auf die Gleise durch zwei Kinder bei Schaftlach. Die Bundespolizei wurde von der Notfallleitstelle der Bahn informiert, nachdem Steine und ein Holzblock auf den Schienen entdeckt wurden.
Situation vor Ort und Eingreifen der Bundespolizei
Die Beamten trafen die beiden Jungen an einem Bahnübergang außerhalb von Schaftlach an. Auf Nachfrage gaben die Kinder zu, aus Spaß und Langeweile Steine auf die Gleise gelegt zu haben. Ein vorbeifahrender Zug hatte diese Gegenstände überrollt, was zu einer sofortigen Sperrung der Strecke führte, um mögliche Gefahren auszuschließen.
Folgen der Gleisblockade für den Zugverkehr
Die Sperrung dauerte etwa 45 Minuten an. In dieser Zeit waren insgesamt fünf Züge betroffen: Drei Züge mussten komplett ausfallen, während zwei weitere mit einer Verspätung von insgesamt rund 50 Minuten unterwegs waren. Nach der Freigabe der Strecke konnte der Zugverkehr wieder regulär aufgenommen werden.
Aufklärungsgespräch und Sicherheitsbelehrung
Die Bundespolizei führte mit den Kindern ein ernsthaftes Gespräch über die Gefahren, die das Auflegen von Gegenständen auf die Gleise mit sich bringt. Die Jungen zeigten sich nach der Belehrung einsichtig. Auch die verständigten Eltern wurden über die Risiken informiert, bevor sie ihre Kinder mit nach Hause nehmen konnten.
Warnung der Bundespolizei vor Gefahren im Gleisbereich
Die Rosenheimer Bundespolizei warnt eindringlich davor, sich im Gleisbereich aufzuhalten oder Gegenstände als vermeintlichen harmlosen Streich auf die Schienen zu legen. Züge fahren mit hohen Geschwindigkeiten, verfügen über lange Bremswege und können nicht ausweichen. Sie werden oft erst sehr spät wahrgenommen.
Gegenstände auf den Gleisen können durch den Zusammenprall zu unberechenbaren und lebensgefährlichen Geschossen werden. Im schlimmsten Fall kann es sogar zu einer Entgleisung des Zuges kommen, was schwerwiegende Folgen für Fahrgäste und Personal haben kann.
Verantwortungsbereich der Bundespolizei in der Region
Die Bundespolizeiinspektion Rosenheim ist für die Sicherheit auf rund 370 Bahnkilometern und etwa 70 Bahnhöfen und Haltepunkten in der Region zuständig. Ihr Einsatzgebiet umfasst die Landkreise Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen sowie die Stadt und den Landkreis Rosenheim. Die rund 450 Inspektionsangehörigen sorgen neben der Bahnpolizei auch für die grenzüberschreitende Sicherheit im deutsch-österreichischen Grenzgebiet.
Fazit
Der Vorfall bei Schaftlach zeigt erneut, wie wichtig es ist, sich verantwortungsvoll im Bereich von Bahnanlagen zu verhalten. Selbst scheinbar harmlose Aktionen wie das Auflegen von Steinen auf Gleise können erhebliche Auswirkungen auf den Bahnverkehr und die Sicherheit haben. Die Bundespolizei appelliert daher an Eltern und Kinder, die Gefahren ernst zu nehmen und solche Handlungen zu unterlassen.

