Am Mittwochnachmittag führten Beamte der Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf eine Kontrolle im Einreisezug EC 134 durch, der aus Krakau kommend in Richtung Leipzig unterwegs war. Dabei stießen die Polizisten gegen 15:30 Uhr in einem Abteil auf einen starken Marihuanageruch, der sofort auffiel.
Kontrolle im Abteil führt zu Drogenfund
In dem betreffenden Zugabteil befand sich lediglich ein einzelner Passagier, ein 45-jähriger deutscher Staatsangehöriger. Dieser konnte oder wollte zunächst nicht erklären, woher der deutliche Geruch herrührte. Aufgrund der Geruchsbelästigung und der Tatsache, dass der Mann bereits polizeilich wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz bekannt war, entschlossen sich die Beamten zu einer genaueren Durchsuchung.
Bei der Kontrolle seines mitgeführten Rucksacks fanden die Polizisten zwei fertig gedrehte Joints. Darüber hinaus übergab der 45-Jährige zwei kleine Glasbehältnisse, die insgesamt 2,9 Gramm Marihuana beziehungsweise Marihuanablüten enthielten.
Weitere Drogenutensilien im Gepäck
Im weiteren Verlauf der Kontrolle entdeckten die Beamten in einem zusätzlichen Koffer zwölf Spritzen, die mit vermeintlichem CBD-Öl gefüllt waren. Die Substanz wurde sichergestellt und wird nun näher untersucht.
Ermittlungen und weitere Maßnahmen
Aufgrund des Verdachts einer Straftat wurde der Mann in Gewahrsam genommen und zur Dienststelle gebracht. Da die Zuständigkeit für das weitere Verfahren beim Zoll liegt, übergab die Bundespolizei den 45-Jährigen an die Zollbeamten.
Die Zollbehörden leiteten ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Konsumcannabisgesetz ein und stellten die Betäubungsmittel sicher. Nach den polizeilichen Maßnahmen durfte der Deutsche seine Reise fortsetzen.
Hintergrund und Bedeutung der Kontrolle
Die Kontrolle und der anschließende Fund verdeutlichen die anhaltende Aufmerksamkeit der Bundespolizei bei der Überwachung des grenzüberschreitenden Zugverkehrs. Insbesondere bei Einreisezügen aus dem Ausland wird verstärkt auf Drogen- und Betäubungsmittelkontrollen geachtet, um den illegalen Handel und Konsum einzudämmen.
Der Fall zeigt, dass bereits kleinere Mengen von Cannabis und zugehörigen Utensilien bei Kontrollen schnell entdeckt und strafrechtlich verfolgt werden können. Die Bundespolizei appelliert weiterhin an die Reisenden, sich an die gesetzlichen Bestimmungen zu halten.
Weitere Informationen und Kontakt
Für Rückfragen steht die Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf zur Verfügung. Die Behörde führt regelmäßig Kontrollen im grenznahen Raum durch, um die Sicherheit im Bahnverkehr zu gewährleisten.

