Im Rahmen von Schwerpunktkontrollen hat die Polizei am Samstagabend in Offenbach, Mühlheim am Main und Langenselbold mehrere Verkehrssünder gestoppt. Die Beamten des Sachgebiets „Tuner, Raser und Poser“ (TRuP) waren insbesondere auf riskante Fahrweisen und technische Fahrzeugveränderungen spezialisiert. Dabei wurden verschiedene Verstöße dokumentiert, die nun entsprechende Bußgelder und Fahrverbote nach sich ziehen können.
Riskanter Fahrstil mit überhöhter Geschwindigkeit in Offenbach
Gegen 22:30 Uhr fiel den Zivilbeamten ein 22-jähriger Fahrer eines VW Golf GTI TCR in der Berliner Straße und auf der Kaiserleipromenade in Offenbach auf. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h wurde massiv überschritten, die Streifenwagen-Nachfahreinrichtung zeichnete eine Geschwindigkeit von 114 km/h auf. Neben der deutlichen Geschwindigkeitsüberschreitung überfuhr der Fahrer eine rote Ampel und nutzte eine Busspur, um rechts an anderen Fahrzeugen vorbeizufahren. Außerdem wurde ein weiteres Fahrzeug über die Linksabbiegespur überholt, wobei der Fahrer einen Slalomkurs zwischen den Fahrzeugen fuhr.
Die Polizei stoppte den Wagen und stellte den Führerschein sowie den Fahrzeugschlüssel des 22-Jährigen vorläufig sicher. Gegen ihn wird nun wegen Straßenverkehrsgefährdung und eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens ermittelt.
Weitere Verstöße in Langenselbold und Mühlheim am Main
Bereits am Nachmittag gegen 17:00 Uhr wurde in Langenselbold ein Motorradfahrer kontrolliert, der über eine Sperrfläche überholte und die dort geltende Geschwindigkeitsbeschränkung missachtete. Die Beamten hielten die Verstöße mit einer Videokamera fest. Auf den 30-jährigen Fahrer kommt nun ein Bußgeld von 200 Euro und ein Punkt im Fahreignungsregister zu.
Eine halbe Stunde später fiel in Mühlheim am Main ein Fahrer eines Audi RS 7 auf, der durch unnötigen Lärm und starkes Beschleunigen auffiel. Die gemessene Geschwindigkeit lag innerorts bei mindestens 83 km/h, was nach Abzug der Toleranz deutlich über dem erlaubten Limit liegt. Zudem überholte der 27-jährige Fahrer innerorts rechts über einen nicht befestigten Seitenstreifen. Für diese Verstöße sind ein Bußgeld von mindestens 270 Euro, zwei Punkte in Flensburg sowie ein einmonatiges Fahrverbot vorgesehen.
Zusätzliche Verstöße und technische Mängel festgestellt
Im Rahmen der Kontrollen wurden zudem zwei Rotlichtverstöße mit einer Rotlichtdauer von über einer Sekunde registriert. Außerdem wurde ein Verfahren wegen unnötigen Lärms eingeleitet. Die Beamten stellten bei mehreren Fahrzeugen technische Veränderungen fest, die nicht zulässig sind, und stellten hierfür drei Mängelkarten aus.
Polizei bittet um Hinweise von Zeugen
Die Polizei bittet Zeugen, die Angaben zu den beobachteten Fahrweisen machen können, sich unter der Rufnummer 069 8098-5699 zu melden. Die Kontrollen sind Teil eines kontinuierlichen Einsatzes zur Bekämpfung von Raser- und Poserverhalten im Straßenverkehr, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen und Gefahren für andere Verkehrsteilnehmer zu minimieren.

