Oberhausen – Am Dienstag, den 17. März 2026, ereigneten sich in Oberhausen zwei Verkehrsunfälle, bei denen Autofahrer jeweils andere Verkehrsteilnehmer übersehen haben. Die Polizei beschreibt das Phänomen als „unsichtbare Verkehrsteilnehmer“ und warnt vor der Gefährdung im Straßenverkehr.
Unfall auf der Wörthstraße: E-Scooter-Fahrerin wird erfasst
Gegen 10:25 Uhr befuhr eine 46-jährige Frau mit einem E-Scooter den Fahrradschutzstreifen auf der Wörthstraße. Der Fahrradschutzstreifen ist eine auf die Fahrbahn gemalte Linie, die Radfahrern und E-Scooter-Fahrern einen eigenen Verkehrsraum bieten soll. In Höhe der Hausnummer 5 wollte ein 42-jähriger Autofahrer in einen Hinterhof einbiegen. Dabei übersah er die Frau auf dem E-Scooter vollständig. Es kam zur Kollision, bei der die E-Scooter-Fahrerin erfasst wurde, zu Boden stürzte und auf dem Gehweg aufschlug.
Die Frau trug einen Helm, was vermutlich schwerwiegendere Verletzungen verhinderte. Sie wurde vom Rettungsdienst vor Ort versorgt. Nach ersten Erkenntnissen zog sie sich leichte Verletzungen zu. Der E-Scooter wurde bei dem Unfall komplett überrollt und zerstört.
Zweiter Unfall auf der Dorstener Straße: Mutter mit Kinderwagen angefahren
Am selben Tag gegen 13:25 Uhr ereignete sich ein weiterer Unfall auf der Dorstener Straße. Eine 34-jährige Mutter wollte mit ihrem Baby im Kinderwagen einen Fußgängerüberweg überqueren. Gleichzeitig bog ein 53-jähriger Autofahrer mit seinem Pkw auf die Straße ein. Trotz Warnrufen der Mutter kam es zur Kollision zwischen dem Fahrzeug und dem Kinderwagen.
Die Mutter wurde dabei leicht verletzt, das Baby blieb unverletzt. Der Kinderwagen wurde ebenfalls leicht beschädigt, blieb aber aufrecht stehen. Beide Autofahrer gaben an, die jeweils anderen Verkehrsteilnehmer nicht wahrgenommen zu haben.
Polizei warnt vor Unachtsamkeit im Straßenverkehr
Die Polizei Oberhausen weist in diesem Zusammenhang auf die Gefahren hin, die von „unsichtbaren Verkehrsteilnehmern“ ausgehen. Gerade bei klaren Sichtverhältnissen und gutem Wetter kann es zu einer Fehleinschätzung der Verkehrssituation kommen, wenn Schutzstreifen oder Fußgängerüberwege nicht ausreichend beachtet werden.
Besonders vulnerable Gruppen wie E-Scooter-Fahrer, Fußgänger und Eltern mit Kindern im Kinderwagen sind auf die Aufmerksamkeit aller Verkehrsteilnehmer angewiesen. Die Polizei rät Autofahrern, ihre Geschwindigkeit anzupassen und besonders an Einmündungen und Überwegen vorsichtig zu sein.
Schadensbild und Ausblick
Bei beiden Unfällen blieb es glücklicherweise bei leichten Verletzungen und Sachschäden. Der E-Scooter wurde zerstört, der Kinderwagen leicht beschädigt. Die Polizei prüft, ob weitere Maßnahmen zur Verkehrssicherheit an den Unfallstellen notwendig sind.
Die Vorfälle zeigen erneut, wie wichtig gegenseitige Rücksichtnahme und Aufmerksamkeit im Straßenverkehr sind, um Unfälle zu vermeiden und die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten.

