Am Donnerstagmorgen, den 19. März 2026, wurde eine 12-jährige Schülerin auf ihrem Schulweg in der Lübecker Innenstadt Opfer einer Belästigung durch zwei unbekannte männliche Jugendliche. Der Vorfall ereignete sich gegen 08:15 Uhr in der Großen Burgstraße nahe eines Discounters.
Vorfall auf dem Schulweg
Die Schülerin aus dem Stadtteil St. Lorenz war auf dem Weg zur Schule im Stadtteil St. Gertrud, als sie von zwei jungen Männern angesprochen wurde. Die beiden forderten das Mädchen auf, mit ihnen mitzukommen, was sie jedoch ablehnte und ihren Weg fortsetzte. Kurz darauf holten die Jugendlichen die 12-Jährige in Höhe des Burgtors ein.
Nach Angaben der Polizei hielt einer der beiden Tatverdächtigen das Mädchen fest, während der andere sie unsittlich berührte. Die Belästigung endete erst, als sich Passanten näherten, woraufhin die beiden Jugendlichen in unbekannte Richtung flüchteten.
Beschreibung der Tatverdächtigen
Die beiden Tatverdächtigen wurden als jugendlich beschrieben, mit einer Körpergröße von etwa 170 bis 175 Zentimetern. Der eher schlanke Jugendliche mit blonden Haaren trug eine blaue, enge Jeans, einen weißen Kapuzenpullover und eine Mütze mit Spinnennetzmotiv. Sein Begleiter, der kräftiger gebaut war, war mit Jeans und einem blauen Pullover bekleidet. Auffällig ist eine Tätowierung mit Schriftzug am Hals des zweiten Jugendlichen. Er hatte kurz rasierte Haare.
Beide sprachen akzentfreies Deutsch. Weitere Details zur Identität oder zum Aufenthaltsort der Tatverdächtigen liegen derzeit nicht vor.
Polizeiliche Ermittlungen und Zeugenaufruf
Das Kommissariat 11 der Bezirkskriminalinspektion Lübeck hat die Ermittlungen wegen des Verdachts einer Sexualstraftat aufgenommen. Die Polizei bittet Personen, die Hinweise zu den Tatverdächtigen oder dem Vorfall geben können, sich unter der Telefonnummer 0451/1310 zu melden.
Die Behörden betonen, dass jede noch so kleine Beobachtung hilfreich sein kann, um die Tatverdächtigen zu identifizieren und weitere Vorfälle zu verhindern.
Prävention und Sicherheit auf dem Schulweg
Der Vorfall zeigt erneut die Bedeutung von Aufmerksamkeit und Vorsicht auf dem Schulweg. Eltern und Schulen werden angehalten, Kinder über mögliche Gefahren aufzuklären und sie zu ermutigen, bei Bedrohungen sofort Hilfe zu suchen und Passanten oder Erwachsene anzusprechen.
Die Polizei empfiehlt zudem, Wege möglichst in Begleitung zurückzulegen und verdächtige Situationen umgehend zu melden.
Weiteres Vorgehen
Die Ermittlungen dauern an. Die Polizei wird über weitere Entwicklungen informieren, sobald neue Erkenntnisse vorliegen. Bis dahin appellieren die Behörden an die Bevölkerung, wachsam zu sein und verdächtige Beobachtungen nicht zu ignorieren.

