Am Samstag, den 21. März 2026, kam es in Heiligenhaus und Ratingen zu zwei Fällen von Trickdiebstahl, bei denen Senioren Goldschmuck entwendet wurde. Die Polizei ermittelt in beiden Fällen und warnt die Bevölkerung vor der Vorgehensweise der Täter.
Vorgehen der Täter in Heiligenhaus
Gegen 13 Uhr hielt sich ein Seniorenpaar an der Rheinlandstraße in Heiligenhaus, nahe der Einmündung zur Kettwiger Straße, auf. Ein grauer Mercedes-Benz Kombi hielt neben ihnen. Der Beifahrer des Fahrzeugs sprach die 79-jährige Frau an und fragte nach dem Weg. Die Seniorin gab hilfsbereit Auskunft. Im Anschluss legte der Mann ihr, unter dem Vorwand, sich bedanken zu wollen, eine Goldkette um den Hals. Kurz darauf entfernte sich das Fahrzeug mit deutschen Kennzeichen in unbekannte Richtung.
Erst im Nachhinein bemerkte die Frau den Diebstahl ihrer Goldkette, die einen Wert von circa 2.000 Euro hat. Die Polizei leitete unmittelbar eine Fahndung ein, konnte das Fahrzeug jedoch nicht mehr auffinden. Die Täter wurden als männlich mit süd- oder osteuropäischem Erscheinungsbild beschrieben. Beide trugen schwarze Haare und einen schwarzen Vollbart.
Ähnliche Tat in Ratingen am Nachmittag
Nur wenige Stunden später, gegen 15 Uhr, ereignete sich ein ähnlicher Fall in Ratingen an der Einmündung Friedrich-Mohn-Straße / Kaiserswerther Straße. Ein 73-jähriger Mann wurde von einer Frau angesprochen, die ihn ebenfalls nach dem Weg fragte. Nachdem der Senior ihr den Weg erklärt hatte, stieg die Frau aus dem Auto aus und umarmte ihn zum Dank. Dabei überreichte sie ihm eine Goldkette.
Das Fahrzeug, ein Mercedes-Benz mit Recklinghausen-Kennzeichen (RE), fuhr anschließend über die Kaiserswerther Straße in Richtung Hauser Ring davon. Später bemerkte der Mann, dass ihm seine eigene Goldkette gestohlen wurde, die mehrere hundert Euro wert ist. Die Täterin wird als circa 1,60 bis 1,70 Meter groß, etwa 50 bis 60 Jahre alt mit schwarzen Haaren beschrieben, die zu einem Zopf mit Schleife gebunden waren. Sie trug einen bunt gemusterten Rock und hatte ein osteuropäisches Erscheinungsbild.
Polizei bittet um Mithilfe
Die Polizei hat in beiden Fällen Ermittlungen eingeleitet. Sie warnt ausdrücklich vor der Masche, bei der die Täter durch vorgetäuschte Hilfsbereitschaft und Geschenke Goldschmuck entwenden. Die Polizei rät insbesondere älteren Menschen, in solchen Situationen wachsam zu sein und keine Gegenstände anzunehmen oder sich umarmen zu lassen.
Zeugen, die die Taten in Heiligenhaus oder Ratingen beobachtet haben oder Hinweise zu den Tätern geben können, werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden. Die Kontaktstellen sind die Polizei Heiligenhaus unter der Telefonnummer 02056 9312-6150 sowie die Polizei Ratingen unter 02102 9981-6210.
Hintergrund und Prävention
Trickdiebstähle, bei denen Täter durch Ablenkung oder vorgetäuschte Hilfsbereitschaft Schmuck oder andere Wertgegenstände entwenden, sind eine bekannte Betrugsform. Die Polizei empfiehlt, bei unerwarteten Begegnungen mit Fremden vorsichtig zu sein und im Zweifel Hilfe von Angehörigen oder offiziellen Stellen zu suchen.
Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an. Bislang liegen keine Hinweise auf die Identität der Täter vor. Die Polizei bittet die Bevölkerung, aufmerksam zu sein und verdächtige Beobachtungen umgehend zu melden.

