Am Montagnachmittag, dem 16. März 2026, kam es in der Flensburger Innenstadt zu mehreren körperlichen Auseinandersetzungen unter Jugendlichen. Die Polizei wurde gegen 15:45 Uhr zu einem Einsatz im Bereich der Holmpassage gerufen, nachdem dort eine größere Gruppe von etwa 30 Personen in Streit geraten war.
Erste Auseinandersetzung im Parkhaus der Holmpassage
Nach den bisherigen Erkenntnissen der Ermittler eskalierte die Situation zunächst im Parkhaus der Holmpassage. Innerhalb der Gruppe kam es zu Handgreiflichkeiten, bei denen offenbar auch Messer zum Einsatz kamen. Ein 17-jähriger Deutscher wurde dabei durch Schnittverletzungen an den Unterarmen schwer verletzt. Er wurde umgehend in ein Flensburger Krankenhaus gebracht und dort notoperiert. Lebensgefahr bestand nach Angaben der Polizei nicht. Inzwischen konnte der Jugendliche das Krankenhaus wieder verlassen.
Flucht und polizeiliche Maßnahmen
Noch vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte flüchteten zahlreiche der am Streit Beteiligten vom Tatort. Die Polizei konnte aufgrund von Zeugenaussagen erste Anhaltspunkte zu möglichen Tatverdächtigen gewinnen. Im Zuge der Fahndung und zur Beruhigung der Lage waren mehrere Streifenwagen der Bundes- und Landespolizei im Einsatz.
Weitere Auseinandersetzung am Zentralen Omnibusbahnhof
Im weiteren Verlauf des Nachmittags kam es im Bereich des Flensburger Zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB) zu mindestens einer weiteren körperlichen Auseinandersetzung. Dabei soll nach Angaben der Polizei auch ein Schlagring verwendet worden sein. Um die Situation unter Kontrolle zu bringen, wurden mehrere Personen vorübergehend zur Wache gebracht, um weitere Maßnahmen zu ermöglichen. Die genaue Tatbeteiligung der einzelnen Personen ist derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen.
Ermittlungen und Zeugenaufruf
Das Kommissariat 2 der Bezirkskriminalinspektion Flensburg hat die Ermittlungen übernommen. Die Polizei bittet Zeugen, die Angaben zu den Beteiligten oder zum Ablauf der Auseinandersetzungen machen können, sich unter der Telefonnummer 0461-484 0 zu melden. Zudem wird um die Übermittlung von Video- und Bildmaterial gebeten, das im Zusammenhang mit den Vorfällen steht. Dies kann über die Plattform sh.hinweisportal.de hochgeladen werden.
Polizeiliche Einschätzung und Ausblick
Die Polizei bewertet die Vorfälle als schwerwiegende Zwischenfälle, die insbesondere durch das Mitführen von Messern und Schlagringen eine erhöhte Gefährdung für die Beteiligten und die Öffentlichkeit darstellen. Die Ermittlungen zur genauen Tatbeteiligung und den Hintergründen dauern an. Die Behörden setzen auf die Mithilfe der Bevölkerung, um den Sachverhalt umfassend aufklären zu können.
Die Flensburger Polizei weist darauf hin, dass solche Gewalttaten nicht toleriert werden und kündigt an, bei weiteren Vorfällen konsequent einzuschreiten, um die Sicherheit in der Innenstadt zu gewährleisten.
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