In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, dem 26. März 2026, verursachte starker Schneefall im Hochschwarzwald erhebliche Verkehrsbehinderungen und mehrere Unfälle. Besonders betroffen war der Bereich des Höllentals sowie die Bundesstraße 31 (B31) rund um Titisee-Neustadt und Kirchzarten.
Festgefahrene Lastwagen blockieren B31 im Höllental
Bereits gegen 1:20 Uhr meldeten Einsatzkräfte, dass sich etwa zehn Lastkraftwagen und Sattelzüge auf der schneebedeckten Fahrbahn der B31 im Höllental festgefahren hatten. Die Fahrzeuge waren überwiegend voll beladen und teilweise nicht ausreichend für winterliche Straßenverhältnisse ausgerüstet, was ein Weiterkommen in Richtung Titisee-Neustadt unmöglich machte. Die betroffenen Fahrer mussten die Nacht in ihren Fahrzeugen verbringen, bis die Situation geklärt werden konnte.
Vollsperrung der B31 bei Neustadt nach Unfall
Im weiteren Verlauf des Morgens kam es auf Höhe Neustadt zu einem weiteren Vorfall, als ein spanischer Sattelzug die schneebedeckte Strecke blockierte. Das Fahrzeug kam quer über alle drei Fahrspuren zum Stehen, was eine vollständige Sperrung der B31 erforderte. Die Sperrung führte zu erheblichen Verkehrsbehinderungen und zwang den Verkehr auf Umleitungsstrecken.
Unfälle auf Umleitungsstrecken und weiteren Straßen
Auch die als Umleitungsstrecken genutzten Straßen, darunter die Kreisstraße 4907 (Spirzenstrecke), die Jostalstraße sowie die Bundesstraßen B317 und B500, waren von den winterlichen Bedingungen betroffen. Hier kam es zu mehreren kleineren Verkehrsunfällen und liegengebliebenen Fahrzeugen. Zudem meldeten die Einsatzkräfte weitere Unfälle mit leicht verletzten Personen auf der L124 (Schauinslandstrecke) sowie auf der B31 bei Kirchzarten.
Meist nur leichte Verletzungen und Sachschäden
Dank der insgesamt niedrigen Fahrgeschwindigkeiten blieben die meisten Unfälle bei Sachschäden oder führten lediglich zu leichten Verletzungen. Schwere Verletzungen oder größere Unfälle wurden nicht gemeldet. Die Einsatzkräfte waren mit der Räumung der Straßen und der Sicherung der Unfallstellen beschäftigt.
Räumung und Wiederfreigabe der Straßen
Bis etwa 9:00 Uhr konnten die betroffenen Streckenabschnitte geräumt und die Verkehrswege wieder freigegeben werden. Die Polizei und Straßenmeistereien waren im Einsatz, um den Verkehr möglichst schnell wieder fließen zu lassen und weitere Gefahren durch Schneeglätte zu minimieren.
Hinweise der Polizei zu winterlicher Fahrweise
Die Polizei Freiburg weist in diesem Zusammenhang darauf hin, bei winterlichen Witterungsverhältnissen unbedingt auf eine geeignete Winterausrüstung der Fahrzeuge zu achten. Gerade bei starkem Schneefall wird empfohlen, auch tagsüber das Fahrlicht einzuschalten. Die automatische Tagfahrlichtfunktion reiche in solchen Situationen nicht aus, da hierbei die Heckbeleuchtung nicht aktiviert wird, was die Sichtbarkeit anderer Verkehrsteilnehmer beeinträchtigen kann.
Verkehrsteilnehmer werden gebeten, die Hinweise der Polizei zu beachten und ihre Fahrweise den Straßenverhältnissen anzupassen, um Unfälle und Verkehrsbehinderungen zu vermeiden.

