Am Montagmittag wurde die Polizei in den nordwestlichen Bereich von Malmsheim gerufen, nachdem ein 66-jähriger Mann eine Pflegekraft eines ambulanten Pflegedienstes bedroht hatte. Die 37-jährige Frau befand sich gegen 11:45 Uhr im Haus des Mannes, um ihn für eine anstehende Behandlung in einem Krankenhaus vorzubereiten.
Bedrohung und psychische Ausnahmesituation
Nach bisherigen Erkenntnissen geriet der Mann offenbar aufgrund der bevorstehenden Krankenhausbehandlung in eine psychische Ausnahmesituation. In diesem Zustand beleidigte er die Pflegekraft und bedrohte sie mit einer Schusswaffe. Die Frau verließ daraufhin umgehend das Haus und alarmierte die Polizei.
Großaufgebot der Polizei sichert das Wohnhaus
Unmittelbar nach dem Notruf rückten zahlreiche Einsatzkräfte an und umstellten das Wohnhaus des 66-Jährigen. Der Mann lebt allein in dem Gebäude. Um die Situation möglichst deeskalierend zu lösen, wurden Spezialkräfte hinzugezogen. Dazu gehörten unter anderem Beamte, die speziell in Gesprächsführung ausgebildet sind, sowie ein Spezialeinsatzkommando (SEK).
Verhandlung und Festnahme
Die Polizei nahm Kontakt zu dem Mann auf und führte Gespräche, um ihn zur Aufgabe zu bewegen. Nach intensiver Kommunikation konnte der 66-Jährige dazu gebracht werden, sich zu stellen. Im Anschluss wurde er durch das SEK widerstandslos vorläufig festgenommen.
Durchsuchung und sichergestellte Waffen
Im Rahmen der polizeilichen Maßnahmen durchsuchten die Beamten das Haus sowie den Mann selbst. Dabei wurden zwei Schreckschusswaffen und eine Armbrust gefunden und sichergestellt. Die Waffen wurden beschlagnahmt, um weitere Gefährdungen auszuschließen.
Weitere Ermittlungen und Rückkehr in die Wohnung
Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen konnte der 66-Jährige in sein Wohnhaus zurückkehren. Gegen ihn laufen nun Ermittlungen wegen Bedrohung und Beleidigung. Weitere Details zur Tat oder zum Gesundheitszustand des Mannes wurden von der Polizei bislang nicht bekannt gegeben.
Polizeiliche Hinweise
Die Polizei Ludwigsburg bittet in diesem Zusammenhang um Verständnis für die umfangreichen Einsatzmaßnahmen, die notwendig waren, um die Lage sicher zu bewältigen. Rückfragen können an das Polizeipräsidium Ludwigsburg unter der Telefonnummer 07141 18-8777 gerichtet werden.

