Im Jahr 2025 wurden in der Zuständigkeit der Polizeidirektion Itzehoe insgesamt 13.439 Straftaten registriert. Dies entspricht einem Rückgang von 9,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die positive Entwicklung zeigt sich auch in der Aufklärungsquote, die auf 59,5 Prozent anstieg und damit erneut verbessert wurde.
Deutlicher Rückgang der Straftaten in Steinburg und Dithmarschen
Die Polizeidirektion Itzehoe umfasst die Kreise Steinburg und Dithmarschen. In diesen Regionen ist die Kriminalitätsbelastung im Vergleich zum Landesdurchschnitt Schleswig-Holsteins weiterhin unterdurchschnittlich. Die Häufigkeitszahl, also die Anzahl der bekannt gewordenen Straftaten pro 100.000 Einwohner, lag im Berichtsjahr bei 5.049 und somit deutlich unter dem Landeswert von 6.271.
Der Leiter der Polizeidirektion, Leitender Polizeidirektor Frank Matthiesen, betonte, dass die Wahrscheinlichkeit, Opfer einer Straftat zu werden, in diesem Gebiet geringer sei als in anderen Teilen Schleswig-Holsteins. Dies unterstreicht die relative Sicherheit in den Kreisen Steinburg und Dithmarschen.
Wohnungseinbruchdiebstahl bleibt ein Schwerpunkt
Obwohl die Zahl der Wohnungseinbruchdiebstähle durch gezielte Maßnahmen zu Beginn der dunklen Jahreszeit gesenkt werden konnte, bleibt diese Deliktart ein bedeutender Kriminalitätsschwerpunkt. Die Polizei reagierte mit einem spezifischen Konzept, das verschiedene präventive und repressiven Maßnahmen umfasste, um den Anstieg der Fallzahlen erfolgreich entgegenzuwirken.
Die kontinuierliche Bekämpfung von Wohnungseinbrüchen ist weiterhin ein zentrales Anliegen der Polizeidirektion, um die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten.
Gewalt gegen Polizeibeamte weiterhin besorgniserregend
Mit Sorge blickt die Polizeidirektion auf die hohe Zahl von Straftaten, die sich gegen Polizeibeamte richten. Im Jahr 2025 wurden 145 Fälle registriert, in denen Einsatzkräfte im Dienst Widerstandshandlungen, tätlichen Angriffen sowie weiteren Delikten wie Bedrohungen und Körperverletzungen ausgesetzt waren.
Insgesamt waren 351 Beamte betroffen, von denen 39 Verletzungen erlitten. Frank Matthiesen erklärte, dass Gewalt gegen die Polizei ein Angriff auf den Rechtsstaat darstelle und betonte, dass solche Taten mit Priorität verfolgt werden.
Zusammenarbeit als Schlüssel zum Erfolg
Der Polizeidirektor hob hervor, dass die erfolgreiche Bekämpfung von Kriminalität von der Zusammenarbeit zahlreicher Akteure abhänge. Dies gelte nicht nur bei der Bekämpfung von Gewalt im familiären Umfeld, sondern auch in anderen Bereichen der polizeilichen Arbeit.
Er dankte allen Beteiligten, die sich an der gemeinsamen Aufgabe beteiligen, die Sicherheit in der Region zu gewährleisten und die Kriminalität weiter zu reduzieren.
Verfügbarkeit der Polizeilichen Kriminalstatistik 2025
Die vollständige Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) 2025 der Polizeidirektion Itzehoe steht ab dem 23. März 2026 online zur Verfügung. Interessierte können die ausführlichen Zahlen und Analysen auf der Website des Landes Schleswig-Holstein einsehen.

