Im Raum Jarmen-Tutow häufen sich Berichte über unerwartete Paketzustellungen, die Empfänger nicht selbst bestellt haben. Eine 63-jährige Frau wandte sich am Montag, dem 16. März 2026, an die Polizei, nachdem sie seit etwa einem Monat wiederholt Pakete an ihre Wohnanschrift geliefert bekommen hatte, deren Inhalt ihr unbekannt war.
Verdacht auf betrügerische Masche
Die Frau hatte zunächst Kontakt mit den Versandhäusern aufgenommen, von denen die Pakete stammen. Dabei erhärtete sich der Verdacht, dass die Lieferungen nicht auf ihre eigenen Bestellungen zurückzuführen sind. Aufgrund dieser ungewöhnlichen Situation informierte sie schließlich die Polizei.
Die Polizei warnt vor möglichen betrügerischen Hintergründen solcher unerwarteten Paketzustellungen. Täter könnten beispielsweise mit gestohlenen Kreditkarten- oder Kontodaten Waren bestellen und diese an fremde Adressen liefern lassen. Anschließend versuchen sie möglicherweise, die Pakete abzufangen oder den Empfänger zu kontaktieren, um an die bestellte Ware zu gelangen.
Gefahr durch „Testbestellungen“
Eine weitere Möglichkeit ist die sogenannte „Testbestellung“: Kriminelle prüfen damit, ob die erlangten Daten gültig sind und ob die Lieferungen erfolgreich zugestellt werden. Diese Vorgehensweise dient dazu, die Funktionsfähigkeit gestohlener Daten zu überprüfen, bevor größere Betrugsaktionen gestartet werden.
Empfehlungen der Polizei
Die Polizei gibt folgende Hinweise zum Umgang mit unerwarteten Paketen:
- Seien Sie vorsichtig, wenn Sie wiederholt Pakete erhalten, die Sie nicht bestellt haben.
- Verweigern Sie die Annahme solcher Sendungen oder bringen Sie diese zurück zum Absender.
- Kontaktieren Sie das Versandhaus oder den Shop, von dem die Lieferung stammt, um die Bestellung zu klären.
- Überprüfen Sie Ihre Bank- und Nutzerkonten auf unautorisierte Abbuchungen oder Aktivitäten, die im Zusammenhang mit den Lieferungen stehen könnten.
- Sperren Sie gegebenenfalls Ihre Konten, wenn Sie einen Missbrauch vermuten.
- Melden Sie solche Vorfälle der Polizei, insbesondere wenn Sie häufiger unerwartete Pakete erhalten.
Polizeiliche Maßnahmen und Kontaktmöglichkeiten
Die Polizei in Neubrandenburg nimmt Hinweise zu solchen Fällen ernst und rät betroffenen Bürgerinnen und Bürgern, sich frühzeitig zu melden. Durch die Meldung können mögliche Betrugsserien erkannt und weitere Straftaten verhindert werden.
Bei Fragen oder zur Meldung von Vorfällen stehen die Beamten des Polizeipräsidiums Neubrandenburg zur Verfügung. Außerhalb der regulären Bürozeiten können Bürger die Einsatzleitstelle kontaktieren.
Fazit
Unerwartete Paketzustellungen können ein Hinweis auf betrügerische Aktivitäten sein. Die Polizei rät zur Vorsicht und empfiehlt, keine Pakete anzunehmen, die nicht bestellt wurden. Durch umsichtiges Verhalten und rechtzeitige Meldungen können Verbraucher sich schützen und zur Aufklärung von Straftaten beitragen.

