Seit fast einem Jahr ist für die Einreise in das Vereinigte Königreich eine elektronische Reisegenehmigung, die sogenannte Electronic Travel Authorisation (ETA), verpflichtend. Trotz der offiziellen Regelung warnt die Polizei Bielefeld vor betrügerischen Internetseiten, die sich als offizielle Plattformen ausgeben und darauf abzielen, persönliche Daten und Zahlungsinformationen von Reisenden zu erschleichen.
Fast zum Opfer von Fake-Webseiten geworden
Ein Paar aus Bielefeld erlebte kürzlich, wie schnell man auf eine betrügerische Internetseite hereinfallen kann. Die beiden suchten online nach Möglichkeiten, die für die Einreise notwendige ETA zu beantragen. Dabei stießen sie auf eine Webseite, die auf den ersten Blick seriös wirkte und die Beantragung der Reisegenehmigung anbot.
Im weiteren Verlauf gaben sie persönliche Daten sowie ihre Kreditkartendaten in das System ein. Erst als bei der Bezahlung ein Betrag von rund 240 Euro angezeigt wurde, wurden sie misstrauisch. Die tatsächlichen Kosten für die ETA liegen aktuell bei etwa 18,50 Euro pro Person. Daraufhin verweigerten sie die Zahlung per Handy und stornierten den Antrag. Zudem ließen sie die Kreditkarte bei ihrer Bank sperren, um möglichen Schaden zu verhindern.
Offizielle Beantragung nur über britische Behörden
Die Polizei weist ausdrücklich darauf hin, dass die elektronische Reisegenehmigung ausschließlich über die offizielle Webseite der britischen Regierung beantragt werden darf. Die korrekte Internetadresse lautet https://www.gov.uk/eta. Dort sind alle notwendigen Informationen und die sichere Beantragung der ETA möglich.
Derzeit kostet die Einreisegenehmigung etwa 18,50 Euro pro Person. Abweichende oder deutlich höhere Gebühren sind ein deutliches Warnsignal für betrügerische Angebote.
Tipps zum Erkennen betrügerischer Seiten
Die Verbraucherzentrale bietet umfangreiche Informationen und Hinweise, wie man betrügerische Webseiten erkennen kann. Dazu zählen unter anderem unklare oder fehlende Impressumsangaben, ungewöhnlich hohe Gebühren, fehlende Sicherheitszertifikate sowie aggressive Werbeversprechen. Die Verbraucherzentrale hat dazu eine Informationsseite veröffentlicht, die unter diesem Link erreichbar ist.
Polizei rät zu Vorsicht bei Online-Zahlungen
Die Polizei Bielefeld appelliert an alle Reisenden, bei der Beantragung von Reisegenehmigungen und anderen offiziellen Dokumenten im Internet aufmerksam zu sein. Es wird empfohlen, ausschließlich die offiziellen Seiten der Behörden zu nutzen und bei verdächtigen Angeboten keine persönlichen oder finanziellen Daten preiszugeben.
Im Zweifelsfall sollte man die Zahlung abbrechen und bei der Bank eine Sperrung der Kreditkarte veranlassen, um möglichen finanziellen Schaden zu verhindern. Außerdem können Betrugsfälle bei der Polizei angezeigt werden, um andere zu warnen und Ermittlungen zu ermöglichen.
Fazit
Die Einführung der Electronic Travel Authorisation für das Vereinigte Königreich bringt neue Anforderungen für Reisende mit sich. Um Betrugsversuche zu vermeiden, ist es essenziell, die offiziellen Kanäle zu nutzen und aufmerksam auf ungewöhnliche Gebühren oder Webseiten zu achten. Die Polizei Bielefeld und die Verbraucherzentrale bieten hierzu wichtige Informationen und Unterstützung.

