Am Montagabend, den 16. März 2026, kam es im Nürnberger Stadtgebiet zu mehreren politischen Versammlungen. Die Polizei war mit einem größeren Aufgebot vor Ort, um die unterschiedlichen Lager zu trennen und einen weitestgehend störungsfreien Ablauf der Veranstaltungen zu gewährleisten.
Versammlungen mit unterschiedlichen politischen Positionen
Ab etwa 18:30 Uhr versammelten sich rund 50 Personen am Willy-Prölß-Platz unter dem Motto „Für politische Vielfalt in Nürnberg – Besser ohne Nasser!“. In unmittelbarer Nähe formierten sich etwa 300 Personen zu mehreren Gegenprotesten. Um ein direktes Aufeinandertreffen der Gruppen zu verhindern, wurden von der Polizei Sperrgitter eingesetzt.
Aufzug und Sitzblockaden in der Innenstadt
Gegen 19:10 Uhr startete der Aufzug der Teilnehmer der ersten Versammlung in Richtung Innenstadt. Kurz darauf setzten sich auch die Gegendemonstranten in Bewegung. In der Königstraße, auf Höhe der Klaragasse, kam es zu einer Sitzblockade einzelner Personen. Diese Blockade konnte von den Einsatzkräften umgangen werden, sodass der Demonstrationszug weiterziehen konnte.
Im weiteren Verlauf versperrten einige Gegendemonstranten den südlichen Ausgang des Tafelfeldtunnels mit einer weiteren Sitzblockade. Diese Aktion führte dazu, dass der Versammlungszug seine geplante Wegstrecke nicht fortsetzen konnte.
Polizeiliche Maßnahmen gegen Blockadeaktionen
Die Polizei bewertete die Blockade als eine Versammlung im Sinne des Versammlungsrechts und reagierte mit einer Beschränkung. Insgesamt neun Teilnehmer wurden mehrfach über Lautsprecherdurchsagen aufgefordert, die Wegstrecke freizumachen. Da diese Aufforderungen nicht befolgt wurden, trugen die Einsatzkräfte die Personen beiseite, um den weiteren Ablauf der Versammlung zu ermöglichen.
Im Anschluss leitete die Polizei Ermittlungen gegen die Beteiligten ein.
Vorfall mit Angriff auf Polizeibeamte
Während der Maßnahmen gelang es einer 24-jährigen Teilnehmerin, eine Polizeikette zu durchbrechen. Als sie von den Beamten gestoppt wurde, griff sie diese an. Nach aktuellem Kenntnisstand kam es dabei zu keinen Verletzungen. Die Frau muss sich nun strafrechtlich verantworten.
Versammlungen enden ohne größere Störungen
Die Versammlungsleiter erklärten die Veranstaltungen gegen 20:40 Uhr für beendet. Die Polizeiinspektion Nürnberg-Mitte führte die Einsätze mit Unterstützung der Polizeiinspektion Zentrale Einsatzdienste Mittelfranken, der Bayerischen Bereitschaftspolizei, der Nürnberger Verkehrspolizei sowie der Kriminalpolizei Nürnberg durch.
Nachermittlungen zu möglichen Straftaten
Die Nürnberger Kriminalpolizei prüft aktuell, ob im Zusammenhang mit dem Versammlungsgeschehen weitere Verstöße vorliegen. Die Ermittlungen zu geltend gemachten Straftaten werden fortgesetzt, um eine umfassende Aufklärung sicherzustellen.
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