Die Polizei im Märkischen Kreis wird auch nach der Wiedereröffnung der Rahmedetalbrücke weiterhin mit zusätzlichen Kräften ausgestattet bleiben. Von den ursprünglich 14 neu geschaffenen Stellen, die im Zuge der Sperrung der Brücke eingerichtet wurden, bleiben sechs Planstellen dauerhaft erhalten. Dies teilte die Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis am 17. März 2026 mit.
Hintergrund der Personalaufstockung
Die zusätzlichen Polizeibeamten wurden im Rahmen eines landesweiten Nachersatzverfahrens vom Innenministerium Nordrhein-Westfalen bereitgestellt. Die Aufstockung der Planstellen erfolgte bereits zum 1. September 2023, um auf die deutlich gestiegenen Einsatz- und Verkehrsbelastungen in und um Lüdenscheid angemessen reagieren zu können. Die Sperrung der Rahmedetalbrücke hatte zu erheblichen Verkehrsverlagerungen geführt, die das Sekundärnetz, bestehend aus Landes- und Bundesstraßen, stark beanspruchten und Schäden verursachten.
Langfristige Herausforderungen für den Straßenverkehr
Landrat Ralf Schwarzkopf und Polizeioberrat Guido Bloch äußerten im Zusammenhang mit der Veröffentlichung der polizeilichen Unfallstatistik ihre Besorgnis über die zukünftige Verkehrssituation im Kreis. Insbesondere die Belastung des Straßennetzes und die dadurch entstehenden Gefahren für die Verkehrssicherheit stehen im Fokus. Bloch warnte, dass trotz der nun intakten Brücke der Druck auf die Straßen erhalten bleiben werde.
Nach aktuellen Informationen ist im kommenden Jahr mit bis zu acht Vollsperrungen wichtiger Streckenabschnitte im Märkischen Kreis zu rechnen. Dies könne dazu führen, dass Verkehrsteilnehmer verbotene Schleichwege nutzen oder versuchen, durch überhöhte Geschwindigkeit Zeitverluste auszugleichen. Die Polizei wird diese Entwicklungen genau beobachten und entsprechende Maßnahmen ergreifen, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten.
Personelle Verstärkung gezielt im Verkehrssektor
Die sechs verbleibenden zusätzlichen Stellen sollen gezielt im Bereich der Verkehrsüberwachung und -sicherheit eingesetzt werden. Ziel ist es, die Herausforderungen durch die marode Infrastruktur und den erhöhten Verkehrsaufkommen zu bewältigen und die Sicherheit auf den Straßen zu erhöhen.
Positive Resonanz aus der Politik
Landrat Schwarzkopf begrüßte die Unterstützung aus Düsseldorf ausdrücklich. Er sieht in der Personalaufstockung ein wichtiges Signal des Innenministeriums, das die besondere Belastung der Region anerkennt und entsprechend reagiert. Die zusätzlichen Polizeikräfte sollen dazu beitragen, die Verkehrssituation im Märkischen Kreis langfristig zu stabilisieren.
Die Kreispolizeibehörde appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, sich an Verkehrsregeln zu halten und vorsichtig zu fahren, insbesondere angesichts der bevorstehenden Baustellen und Sperrungen.

