Am Freitagvormittag, den 20. März 2026, fand im Familienzentrum am Marktplatz in Alfeld eine weitere Dialogveranstaltung der Polizei Alfeld statt. Dieses Mal richtete sich das Angebot gezielt an ukrainische Geflüchtete, um den Austausch zu fördern und über Rechte, Pflichten sowie Hilfsangebote in Deutschland zu informieren.
Veranstaltung mit Fokus auf Information und Austausch
Die Veranstaltung wurde vom Kontaktbeamten der Polizei Alfeld, Polizeioberkommissar Stein, in Kooperation mit Alicia Tisemann vom Familienzentrum organisiert. Unterstützt wurde das Treffen durch Nicole Prietzel von der Opferhilfe Hildesheim, die den Teilnehmenden Möglichkeiten des Opferschutzes erläuterte. Im Mittelpunkt stand die Vermittlung von Informationen zu Hilfen nach Straftaten, insbesondere der kurzfristige Schutz in akuten Situationen, beispielsweise in Frauenhäusern.
Grundlegende Informationen zur Polizei und Notfallhilfe
Zu Beginn wurde ein Informationsfilm der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) gezeigt. Dieser vermittelte grundlegende Kenntnisse über Aufbau und Aufgaben der Polizei in Deutschland. Zudem wurde erklärt, dass die Polizei in Notfällen unter der Nummer 110 erreichbar ist und Hilfe leistet. Wichtige Angaben im Notfall, wie der genaue Aufenthaltsort, die Art des Geschehens und Informationen zur anrufenden Person, wurden ebenfalls thematisiert.
Gesprächsrunde mit Übersetzung und lebhaftem Austausch
Die Veranstaltung wurde von etwa 15 Personen, überwiegend Frauen, besucht. Dank der Unterstützung einer Übersetzerin entwickelte sich ein offener und lebhafter Austausch. Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit, zahlreiche Fragen aus ihrem Alltag zu stellen. Besonders im Fokus standen das Verhalten in Konflikt- und Unsicherheitslagen, Schutz vor Gewalt sowie Hilfsmöglichkeiten in belastenden Situationen.
Intensive Gespräche zu häuslicher Gewalt und weiteren Themen
Ein wesentlicher Bestandteil der Diskussion war das Thema häusliche Gewalt. Hierbei wurden Schutzmöglichkeiten, Ansprechpartner und konkrete Unterstützungsangebote ausführlich besprochen. Darüber hinaus wurden auch alltagsnahe Themen wie wiederkehrende Ruhestörungen im Wohnumfeld angesprochen, die für die Teilnehmenden relevant sind.
Positive Resonanz und Wunsch nach regelmäßigen Treffen
Die Veranstaltung verdeutlichte das große Interesse an verständlichen Informationen und direktem Austausch. Gleichzeitig trug das Format dazu bei, Hemmschwellen abzubauen und Vertrauen in staatliche Institutionen zu stärken. Das Feedback der Teilnehmenden war durchweg positiv. Mehrfach wurde der Wunsch geäußert, solche Gesprächsrunden regelmäßig anzubieten, um Erfahrungen auszutauschen und offene Fragen zu klären.
Weitere geplante Angebote für geflüchtete Familien
Darüber hinaus wurde angeregt, auch Kindern geflüchteter Familien die Polizei altersgerecht vorzustellen. Eine entsprechende Veranstaltung befindet sich bereits in Vorbereitung. Einige Teilnehmende erklärten sich zudem bereit, für ein gemeinsames Foto zur Verfügung zu stehen, um die Zusammenarbeit sichtbar zu machen.
Die Polizei Alfeld setzt mit dieser Dialogveranstaltung ein Zeichen für Offenheit und Unterstützung der geflüchteten Menschen vor Ort. Durch solche Formate sollen Integration und gegenseitiges Verständnis gefördert werden.

