Am Dienstag, den 17. März 2026, fand im Polizeipräsidium Wuppertal die konstituierende Sitzung des neuen Polizeibeirats der Kreispolizeibehörde Wuppertal statt. Das Gremium setzt sich aus elf Mitgliedern zusammen, die von den kürzlich neugewählten Kommunalparlamenten der Städte Wuppertal, Remscheid und Solingen entsandt wurden. Die Mitglieder arbeiten ehrenamtlich und sollen als Bindeglied zwischen der Polizei, der Selbstverwaltung und der Bevölkerung fungieren.
Aufgaben und Bedeutung des Polizeibeirats
Der Polizeibeirat ist nach dem Polizeiorganisationsgesetz Nordrhein-Westfalen ein zentrales Instrument zur Förderung des Vertrauensverhältnisses zwischen Polizei und Bürgern. Zu seinen wesentlichen Aufgaben gehört es, die Polizei in ihrer Arbeit zu unterstützen sowie Anregungen und Wünsche der Bevölkerung an die Polizeibehörde weiterzuleiten. Darüber hinaus nimmt der Beirat Beschwerden entgegen, die über Einzelfälle hinausgehen oder ein öffentliches Interesse besitzen.
Das Gremium berät zudem den Polizeipräsidenten in polizeilichen Angelegenheiten, die für die Bevölkerung oder die kommunale Selbstverwaltung von Bedeutung sind. Hierzu zählen unter anderem die Planung sozialer Einrichtungen, bauliche Maßnahmen sowie die Einrichtung oder Auflösung von Polizeiinspektionen und Polizeiwachen.
Neuer Vorsitzender und Zusammensetzung
Zum Vorsitzenden des Polizeibeirats wurde Hans-Hermann Lücke aus Wuppertal gewählt. Er wird das Gremium in den kommenden Jahren leiten und die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Städten und der Polizei koordinieren. Die elf Mitglieder wurden von den Kommunalvertretungen der drei Städte entsandt und bringen unterschiedliche Perspektiven aus der Bevölkerung und den lokalen Verwaltungen mit.
Hintergrund der Neuwahl
Die Neuwahl des Polizeibeirats erfolgte im Anschluss an die Kommunalwahlen im September 2025. Die Zusammensetzung des Gremiums spiegelt somit die aktuellen politischen Mehrheiten und gesellschaftlichen Strömungen in den Städten Wuppertal, Remscheid und Solingen wider. Die ehrenamtliche Tätigkeit der Mitglieder ist ein wichtiger Baustein für eine bürgernahe und transparente Polizeiarbeit.
Zusammenarbeit zwischen Polizei und Kommunen
Die konstituierende Sitzung verdeutlichte die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Polizei, Kommunalpolitik und Bevölkerung. Polizeipräsident Markus Röhrl betonte die Rolle des Polizeibeirats als Dialogplattform, die es ermöglicht, Anliegen der Bürgerinnen und Bürger direkt an die Polizeibehörde heranzutragen und gemeinsam Lösungen zu erarbeiten.
Im Fokus stehen unter anderem Themen wie Sicherheit im öffentlichen Raum, Präventionsmaßnahmen und die Weiterentwicklung der Polizeistrukturen in der Region. Der Beirat soll dazu beitragen, die polizeiliche Arbeit eng mit den Bedürfnissen der Bevölkerung abzustimmen.
Ausblick und zukünftige Aufgaben
Für die kommenden Jahre plant der Polizeibeirat regelmäßige Sitzungen und einen intensiven Austausch mit der Polizeiführung. Dabei sollen sowohl aktuelle Herausforderungen als auch langfristige Entwicklungen in der Sicherheitslage der drei Städte thematisiert werden. Die Mitglieder sehen ihre Rolle darin, die polizeiliche Arbeit transparent zu begleiten und das Vertrauen in die Sicherheitsbehörden zu stärken.
Die Einbindung der Bevölkerung über den Polizeibeirat ist ein wesentlicher Bestandteil der polizeilichen Strategie in Nordrhein-Westfalen, um eine bürgernahe und effektive Sicherheitsarbeit zu gewährleisten.

