Am 18. März 2026 wurden im Zuständigkeitsbereich der Landespolizeiinspektion Gotha mehrere Betrugsfälle angezeigt. Die Taten ereigneten sich im Landkreis Gotha sowie im Ilm-Kreis und dem Wartburgkreis. Dabei waren insbesondere ältere Menschen die Opfer der Täter, die mit verschiedenen Methoden versuchten, an Wertgegenstände und Bargeld zu gelangen.
Goldschmuck im Wert von rund 5.000 Euro durch Schockanruf erlangt
Im Landkreis Gotha übergab eine 79-jährige Seniorin Goldschmuck im Wert von circa 5.000 Euro an eine unbekannte Person. Vorausgegangen war ein sogenannter Schockanruf, bei dem die Täter die ältere Dame offenbar unter Druck setzten. Die genauen Umstände des Anrufs und der Übergabe sind noch Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.
Diebstahl von Bargeld nach Täuschung als Pflegedienstmitarbeiter
Im Ilm-Kreis wurde einer 84-jährigen Frau Bargeld in Höhe von etwa 10.000 Euro entwendet. Ein unbekannter Täter gab sich zuvor als Mitarbeiter eines Pflegedienstes aus und verschaffte sich so Zutritt zur Wohnung der Seniorin. Während er sie ablenkte, entwendete er das Geld. Die Polizei ermittelt auch hier zu den Hintergründen und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung.
Love-Scamming führt zu finanziellen Verlusten
Ein weiterer Fall ereignete sich ebenfalls im Ilm-Kreis, bei dem eine 58-jährige Frau Opfer von sogenanntem „Love-Scamming“ wurde. Dabei täuschten die Täter eine Liebesbeziehung vor und animierten die Frau zu Überweisungen von mehreren hundert Euro sowie zum Kauf von Guthabenkarten im Gesamtwert von circa 4.000 Euro. Die Masche ist eine Form des Online-Betrugs, bei der das Vertrauen der Opfer gezielt ausgenutzt wird.
Versuchte Trickbetrügereien am Telefon
Neben den vollendeten Betrugsdelikten kam es im Landkreis Gotha, dem Wartburgkreis und dem Ilm-Kreis auch zu mehreren versuchten Trickbetrugsversuchen am Telefon. Die Angerufenen erkannten die betrügerischen Absichten rechtzeitig und beendeten die Gespräche ohne Schaden. Die Polizei weist darauf hin, dass die Täter ihre Methoden ständig anpassen und weiterentwickeln.
Polizei warnt und gibt Präventionstipps
Die Landespolizeiinspektion Gotha warnt insbesondere ältere Menschen vor den vielfältigen Betrugsmaschen und ruft zu erhöhter Vorsicht auf. Angehörige und Bekannte sollten sich regelmäßig über aktuelle Betrugsformen informieren und ältere Personen im Familien- oder Bekanntenkreis sensibilisieren. Nur wer die typischen Vorgehensweisen der Täter kennt, kann sich besser schützen.
Informationsmaterialien sind unter anderem auf der Webseite polizei-beratung.de verfügbar. Zudem steht die Polizeiliche Beratungsstelle der Landespolizeiinspektion Gotha für Fragen und Beratung unter der Telefonnummer 03621-781504 zur Verfügung.

