Am Nachmittag des 19. März 2026 gingen im Bereich des Polizeipräsidiums Rostock mehrere Meldungen über betrügerische Anrufe ein. Dabei handelt es sich um sogenannte „Schockanrufe“ und „Enkeltrickanrufe“, bei denen die Anrufer versuchen, durch Täuschung an persönliche Informationen, Geld oder Wertgegenstände zu gelangen.
Vorgehensweise der Betrüger
Bei Schockanrufen geben sich die Täter häufig als Angehörige oder enge Bekannte aus, die sich in einer Notlage befinden. Ziel ist es, die Angerufenen emotional unter Druck zu setzen, um sie zur Herausgabe von Geld oder Wertsachen zu bewegen. Die sogenannten Enkeltrickanrufe folgen einem ähnlichen Muster, bei dem sich die Betrüger als Verwandte ausgeben, um Vertrauen zu erwecken und finanzielle Vorteile zu erlangen.
Polizei warnt vor Herausgabe persönlicher Daten
Die Polizei Rostock weist ausdrücklich darauf hin, keine persönlichen Informationen, Bankdaten oder sonstige sensible Angaben am Telefon preiszugeben. Auch die Übergabe von Geld oder Wertgegenständen an unbekannte Personen sollte unterlassen werden. Die Anrufer nutzen häufig die Verunsicherung der Opfer aus, um sie zu betrügen.
Was tun bei verdächtigen Anrufen?
Wer einen solchen Anruf erhält, sollte sofort misstrauisch sein und das Gespräch beenden. Im Zweifelsfall empfiehlt die Polizei, direkt bei den vermeintlich betroffenen Angehörigen nachzufragen, um die Echtheit der Notlage zu überprüfen. Zudem sollten verdächtige Anrufe umgehend bei der Polizei gemeldet werden.
Kontaktmöglichkeiten für Betroffene
Opfer von Schockanrufen oder Enkeltrickbetrug können sich an ihr örtlich zuständiges Polizeirevier wenden. In akuten Fällen steht der Notruf unter der Nummer 110 zur Verfügung. Das Polizeipräsidium Rostock bietet zudem eine Einsatzleitstelle, die unter der Telefonnummer 038208 888-2110 erreichbar ist. Auch per E-Mail können Hinweise an elst-pp.rostock@polmv.de gesendet werden.
Prävention und Informationsangebote
Die Polizei empfiehlt, sich über die Maschen von Betrügern zu informieren und Angehörige, insbesondere ältere Menschen, auf die Gefahr aufmerksam zu machen. Öffentlichkeitsarbeit und Aufklärung sollen dazu beitragen, die Zahl der Opfer zu reduzieren und das Bewusstsein für solche Betrugsversuche zu schärfen.
Keine Hinweise auf konkrete Opfer oder Schadenshöhe
Bislang liegen keine Angaben zu konkreten Schadensfällen oder Opferzahlen vor. Die Polizei ermittelt zu den gemeldeten Fällen und bittet die Bevölkerung um erhöhte Aufmerksamkeit.

