Am Mittwochabend kam es im Bereich des Bürgerparks in Mühlheim am Main zu einer körperlichen Auseinandersetzung, bei der ein 15-jähriger Jugendlicher verletzt wurde. Die Polizei leitete daraufhin Ermittlungen gegen zwei Heranwachsende ein, die im Verdacht stehen, an dem Vorfall beteiligt gewesen zu sein.
Notruf und Einsatz der Polizei
Gegen 18:30 Uhr ging bei der Polizei ein Notruf ein, in dem zunächst von einem Schuss die Rede war und medizinische Hilfe für eine verletzte Person angefordert wurde. Vor Ort konnten die Einsatzkräfte jedoch schnell klären, dass es sich um eine Auseinandersetzung zwischen drei Personen handelte, bei der eine Reizgaspistole zum Einsatz kam.
Verlauf der Auseinandersetzung
Nach bisherigen Erkenntnissen gerieten zwei Heranwachsende im Alter von 18 und 20 Jahren mit dem 15-Jährigen in Streit. Im Verlauf der Auseinandersetzung soll einer der Tatverdächtigen dem Jugendlichen aus nächster Nähe mit einer Reizgaspistole ins Gesicht geschossen haben. Der 15-Jährige flüchtete daraufhin in ein nahegelegenes Jugendzentrum, um seine Augen auszuspülen. Dabei ließ er seine Sporttasche am Tatort zurück.
Flucht und Sicherstellung von Beweismitteln
Die beiden mutmaßlichen Täter verließen den Tatort mit einem Motorroller, der von dem 20-Jährigen gefahren wurde. Nach bisherigen Ermittlungen besaß dieser keine Fahrerlaubnis, und für das Fahrzeug lag kein Versicherungsschutz vor. Im Zuge der Fahndung konnten die Identitäten der Tatverdächtigen schnell ermittelt werden. In der Wohnung des 20-Jährigen wurde eine Schreckschusswaffe sichergestellt.
Polizeiliche Maßnahmen und Ermittlungsstand
Der 20-Jährige stellte sich wenig später selbstständig bei der Polizei und unterzog sich erkennungsdienstlichen Maßnahmen. Der verletzte Jugendliche musste kurzzeitig medizinisch behandelt werden. Seine zwischenzeitlich wiedergefundene Sporttasche wurde ihm zurückgegeben. Gegen die beiden Beschuldigten wurde eine Strafanzeige wegen des Verdachts auf Raub und gefährliche Körperverletzung erstattet.
Zeugensuche und weitere Ermittlungen
Die Polizei bittet Zeugen, die Beobachtungen im Zusammenhang mit dem Vorfall gemacht haben, sich unter der Telefonnummer 06108 6000-0 zu melden. Die Ermittlungen dauern an, um die genauen Umstände der Tat vollständig aufzuklären.
Die Behörden weisen darauf hin, dass die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen sind und weitere Details folgen können, sobald neue Erkenntnisse vorliegen.

