Am Mittwoch, dem 25. März 2026, fand auf dem Baugelände in Nottuln die feierliche Grundsteinlegung für das Regionale Trainingszentrum Münsterland (RTZ Münsterland) statt. Dieses Projekt stellt einen bedeutenden Schritt für die Polizei-Ausbildung in der Region dar und schafft eine moderne Trainingsstätte mit umfangreicher Infrastruktur.
Innovative Trainingsmöglichkeiten für die Polizei im Münsterland
Das neue Trainingszentrum wird auf einer Fläche von rund 33.000 Quadratmetern errichtet und umfasst fünf spezielle Trainingsgebäude mit etwa 10.000 Quadratmetern Trainingsfläche. Ziel ist es, Einsatzszenarien in urbanen Umgebungen realitätsnah zu simulieren. Darüber hinaus sind moderne Schießtrainingsanlagen sowie weitere Übungsflächen für taktische Einsatzlagen geplant. Die Polizei aus Münster, Hamm, Borken, Coesfeld, Steinfurt und Warendorf wird das Zentrum künftig gemeinsam nutzen.
Vorbereitung auf vielfältige Einsatzsituationen
Der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul betonte bei der Zeremonie die Bedeutung des Trainingszentrums für die Polizei: „Unsere Polizistinnen und Polizisten treten jeden Tag für unsere freiheitliche demokratische Grundordnung ein und riskieren dabei auch ihre Gesundheit. Mit dem regionalen Trainingszentrum schaffen wir optimale Bedingungen, sie auf alle denkbaren Szenarien vorzubereiten.“
Reul wies darauf hin, dass nicht nur Extremsituationen, sondern auch Routineeinsätze lebensgefährlich sein können. Die neue Einrichtung soll daher dazu beitragen, die Einsatzkräfte bestmöglich auf unterschiedliche Situationen vorzubereiten und ihre Handlungssicherheit zu erhöhen.
Bauliche Umsetzung und Zeitplan
Die Grundsteinlegung markiert den offiziellen Start der Hochbauphase. Bereits seit Herbst 2025 laufen vorbereitende Arbeiten, darunter der Bau eines Linksabbiegers, umfangreiche Erdbewegungen und erste Fundamentarbeiten. Die Fertigstellung des Trainingszentrums ist für den Sommer 2027 vorgesehen, das Projekt befindet sich bislang im Zeitplan.
Michael Mertmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der BRAWO RE Holding GmbH und Generalbevollmächtigter der Bauherrin Volksbank BRAWO eG, erklärte: „Gemeinsam mit unseren Planungspartnern und den ausführenden Unternehmen schaffen wir hier eine moderne und funktionale Trainingsinfrastruktur, die den Anforderungen eines zeitgemäßen Polizeitrainings gerecht wird.“
Zusammenarbeit und Bedeutung für die Region
An der symbolischen Grundsteinlegung nahmen neben Minister Reul auch Münsters Polizeipräsidentin Alexandra Dorndorf, Dr. Olaf Gericke als Sprecher der Landräte und Präsident des Landkreistages Nordrhein-Westfalen, sowie Dr. Christian Schulze Pellengahr, Landrat des Kreises Coesfeld, teil. Die Veranstaltung unterstrich die enge Kooperation zwischen den beteiligten Behörden, Planungsbüros und Bauunternehmen.
Das RTZ Münsterland stellt einen wichtigen Baustein für die Aus- und Fortbildung der Polizeikräfte in der Region dar. Durch die realitätsnahe Simulation komplexer Einsatzlagen soll die Einsatzfähigkeit und Sicherheit der Beamten nachhaltig verbessert werden.
Ausblick auf die Nutzung
Nach der Fertigstellung wird das Trainingszentrum vielfältige Trainingsmöglichkeiten bieten, um die Polizei optimal auf die Herausforderungen des Einsatzalltags vorzubereiten. Die gemeinsame Nutzung durch mehrere Polizeibehörden stärkt zudem die regionale Zusammenarbeit und Effizienz in der Aus- und Fortbildung.
Mit der Grundsteinlegung in Nottuln ist ein bedeutender Meilenstein erreicht, der die Polizei im Münsterland künftig besser auf die vielfältigen Aufgaben des Polizeidienstes vorbereitet und die Sicherheit der Einsatzkräfte erhöht.
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