Am Montagabend, dem 16. März 2026, kam es in Ratingen zu zwei Diebstählen, bei denen ein Mann, der sich als Polizist ausgab, Lkw-Fahrer bestahl. Die Polizei Mettmann warnt vor dieser Betrugsmasche und bittet die Bevölkerung um sachdienliche Hinweise zur Aufklärung der Taten.
Die Vorfälle im Detail
Gegen 22:10 Uhr wurde ein 43-jähriger Lkw-Fahrer in einem Industriegebiet an der Halskestraße von einem Mann angesprochen. Der Täter gab sich als Polizist aus und täuschte eine allgemeine Verkehrskontrolle vor. Während der Kontrolle entwendete er aus dem Portemonnaie des Fahrers eine dreistellige Summe Bargeld. Anschließend flüchtete der Täter zu einem schwarzen Audi-Kleinwagen und fuhr in Richtung Kaiserswerther Straße davon.
Nur etwa 20 Minuten später, gegen 22:30 Uhr, ereignete sich ein ähnlicher Vorfall an der Straße „An den Dieken“. Ein weiterer Lkw-Fahrer, 40 Jahre alt, wurde an der Scheibe seines Fahrzeugs von einem unbekannten Mann angesprochen, der sich ebenfalls als Polizist ausgab. Dieser forderte den Fahrer auf, ihm Bargeld auszuhändigen, um dessen Echtheit zu überprüfen. Nach Übergabe einer vierstelligen Bargeldsumme flüchtete der Täter mit einem schwarzen Audi in Richtung Breitscheider Weg.
Verdacht auf denselben Täter
Die Polizei geht aktuell davon aus, dass es sich bei beiden Vorfällen um denselben Täter handelt. Die Beschreibung des Mannes lautet wie folgt: etwa 1,80 Meter groß, circa 35 Jahre alt, schlank, mit kurzen, lichten schwarzen Haaren und ohne Bart. Der Täter weist ein südeuropäisches Erscheinungsbild auf und trug ein Oberteil mit der Aufschrift „Polizei“ sowie einer Deutschlandflagge am Arm.
Frühere Tat auf A3-Parkplatz
Bereits in der Nacht auf Samstag, den 14. März 2026, wurde ein ähnlicher Fall auf einem Autobahnparkplatz der A3 in Erkrath gemeldet. Dort wurde einem 38-jährigen Lkw-Fahrer auf dem Parkplatz „Stinderhof“ von einem falschen Polizisten ebenfalls Bargeld gestohlen. Die Kriminalpolizei ermittelt in allen Fällen.
Polizei bittet um Mithilfe
Die Polizei Mettmann ruft Zeugen dazu auf, sich zu melden, wenn sie am Montagabend gegen 22 Uhr an der Halskestraße in Ratingen-Tiefenbroich oder an der Straße „An den Dieken“ in Ratingen-Lintorf verdächtige Beobachtungen gemacht haben. Hinweise können jederzeit unter der Telefonnummer 02102 9981-6210 bei der Polizei in Ratingen abgegeben werden.
Warnung vor falschen Polizeibeamten
Die Polizei warnt ausdrücklich davor, bei Polizeikontrollen, die verdächtig erscheinen, nicht sofort Bargeld oder Wertgegenstände herauszugeben. Betroffene sollten sich den Dienstausweis zeigen lassen oder im Zweifel den Notruf wählen, um die Echtheit der Kontrolle zu überprüfen. Die Polizei empfiehlt, bei Unsicherheiten stets vorsichtig zu sein und keine übereilten Entscheidungen zu treffen.
Fazit
Die Fälle zeigen, dass Betrüger immer wieder versuchen, mit gefälschten Identitäten an Geld zu gelangen. Besonders Lkw-Fahrer sind aufgrund ihrer häufigen Aufenthalte an abgelegenen Orten und Parkplätzen gefährdet. Die Polizei appelliert an die Bevölkerung, wachsam zu sein und im Verdachtsfall sofort die Behörden zu informieren.

