Am Dienstag, den 17. März 2026, wurde eine 91-jährige Seniorin in Witten Opfer eines Betrugs durch falsche Polizeibeamte. Zwischen 12 und 13 Uhr meldete sich zunächst ein unbekannter Mann telefonisch bei der Frau und gab vor, Mitarbeiter der Kriminalpolizei zu sein. Er erklärte, dass im Zusammenhang mit einem angeblichen Einbruch Ermittlungen durchgeführt werden müssten.
Vorgehen der Täter
Während des Telefonats klingelte es an der Wohnungstür der Seniorin in der Straße Am Huchtert. Ein weiterer Täter erschien vor Ort und gab sich ebenfalls als Polizeibeamter aus. In dem Glauben, es handele sich tatsächlich um einen echten Polizeibeamten, gewährte die 91-Jährige dem Mann Zutritt zu ihrer Wohnung.
Im Anschluss übergab die Seniorin dem Täter Bargeld sowie Goldmünzen. Der Täter verließ daraufhin unerkannt die Wohnung. Über die genaue Höhe des erbeuteten Vermögens liegen keine Informationen vor.
Beschreibung des Tatverdächtigen
Die Polizei Bochum sucht nach dem männlichen Tatverdächtigen und bittet um Zeugenhinweise. Der Mann wird wie folgt beschrieben:
- Alter: etwa 50 bis 60 Jahre
- Größe: circa 180 Zentimeter
- Statur: kräftig
- Kleidung: normale bürgerliche Kleidung
- Sprache: akzentfreies Deutsch
Polizei warnt vor ähnlichen Betrugsmaschen
Die Polizei weist ausdrücklich darauf hin, dass echte Polizeibeamte niemals unangekündigt Geldbeträge von Bürgern verlangen oder deren finanzielle Details am Telefon erfragen. Betroffene und potenzielle Opfer sollten grundsätzlich keine unbekannten Personen in ihre Wohnung lassen und bei Zweifeln den Dienstausweis von angeblichen Amtspersonen verlangen.
Darüber hinaus empfehlen die Sicherheitsbehörden, bei Unsicherheiten direkt bei der jeweiligen Behörde oder über den Polizeinotruf 110 Rückfragen zu stellen. Opfer sollten sich nicht unter Druck setzen lassen und im Zweifel das Gespräch beenden.
Zeugenaufruf und Kontaktmöglichkeiten
Die Polizei Bochum bittet Personen, die sachdienliche Hinweise zu dem Vorfall oder dem Tatverdächtigen geben können, sich beim zuständigen Kriminalkommissariat zu melden. Die Kontaktaufnahme ist unter der Telefonnummer 0234 909-4135 möglich.
Der Vorfall unterstreicht erneut die Bedeutung von Wachsamkeit gegenüber betrügerischen Anrufen und dem Vorgehen falscher Polizeibeamter. Die Polizei appelliert an die Bevölkerung, solche Vorfälle umgehend zu melden, um weitere Straftaten zu verhindern.

