In Witten kam es am Dienstagnachmittag, 17. März, zu einem Betrugsfall durch falsche Polizeibeamte. Eine 91-jährige Seniorin wurde Opfer eines perfiden Tricks, bei dem die Täter unter dem Vorwand, Mitarbeiter der Kriminalpolizei zu sein, Zugang zu ihrer Wohnung erlangten und Wertgegenstände entwendeten.
Vorgehen der Täter
Der Vorfall ereignete sich zwischen 12 und 13 Uhr in der Straße Am Huchtert. Zunächst meldete sich ein unbekannter Mann telefonisch bei der Seniorin und gab vor, Polizist zu sein. Er erklärte, dass im Zusammenhang mit einem angeblichen Einbruch Ermittlungen durchgeführt werden müssten. Während des Telefonats klingelte es an der Wohnungstür, wo ein weiterer Täter erschien.
Die 91-Jährige öffnete in dem Glauben, es handele sich um einen echten Polizeibeamten, die Tür. Der Täter forderte Bargeld sowie Goldmünzen, die die Seniorin herausgab. Anschließend verließ der Mann unerkannt die Wohnung.
Beschreibung des Tatverdächtigen
Die Polizei Bochum bittet um Mithilfe bei der Suche nach dem Tatverdächtigen. Dieser wird wie folgt beschrieben:
- Männlich
- Etwa 50 bis 60 Jahre alt
- Ca. 165 bis 170 cm groß
- Normale Statur
- Eventuell graue Haare
- Spricht akzentfreies Deutsch
- Trug eine grüne Jacke, möglicherweise eine Regenjacke, mit der Aufschrift „Polizei“
Polizeiliche Warnhinweise
Die Polizei warnt eindringlich vor der Masche der falschen Polizeibeamten und gibt folgende Hinweise:
- Lassen Sie grundsätzlich keine unbekannten Personen in Ihre Wohnung.
- Fordern Sie von angeblichen Amtspersonen immer den Dienstausweis ein.
- Bei Zweifeln rufen Sie die Behörde zurück, von der die Person angeblich stammt, oder wählen Sie den Polizeinotruf 110.
- Die Polizei wird Sie niemals um Geldbeträge bitten.
- Geben Sie am Telefon keine Auskünfte über Ihre finanziellen Verhältnisse.
- Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und beenden Sie das Gespräch, wenn Sie unsicher sind.
Zeugenaufruf
Die Ermittler bitten Zeugen, die Hinweise zu dem beschriebenen Tatverdächtigen oder dem Tathergang geben können, sich beim zuständigen Kriminalkommissariat unter der Telefonnummer 0234 909-4135 zu melden. Die Polizei weist darauf hin, dass in einer ersten Meldung eine falsche Personenbeschreibung veröffentlicht wurde und bittet um Beachtung der korrigierten Angaben.
Hintergrund und Prävention
Der Fall reiht sich in eine Reihe ähnlicher Betrugsversuche ein, bei denen insbesondere ältere Menschen gezielt angesprochen werden. Die Polizei appelliert, bei ungewöhnlichen Anrufen und Besuchern stets wachsam zu sein und im Zweifel Hilfe in Anspruch zu nehmen. Die Aufklärung solcher Fälle ist oft schwierig, weshalb die Mithilfe aus der Bevölkerung von großer Bedeutung ist.
Die Polizei Bochum setzt auf präventive Maßnahmen und informiert regelmäßig über die Methoden der Täter, um weitere Opfer zu verhindern.

