Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, genauer im Raum Neubrandenburg, ist eine 57-jährige Frau Opfer eines Betrugs geworden. Wie die Polizei mitteilt, lernte die Geschädigte die unbekannte Täterschaft im Januar 2026 über eine Online-Dating-Plattform kennen. Dabei gab sich die Person als Geschäftsmann aus und verlagerte den Kontakt auf einen Messengerdienst.
Aufbau eines Vertrauensverhältnisses
Im Verlauf der folgenden Wochen wurde durch den Täter ein Vertrauensverhältnis zur Frau aufgebaut. Die Kommunikation verlagerte sich dabei vom Dating-Portal auf einen privaten Messenger, was den Tätern offenbar ermöglichte, die Geschädigte gezielter zu beeinflussen.
Vorgeblich wiederkehrende Notlagen führen zu Geldforderungen
Die Täterschaft schilderte mehrfach angebliche Notlagen und bat die Frau um finanzielle Unterstützung. In der Folge kam es zu mehreren Geldüberweisungen, die insgesamt einen Schaden von 11.500 Euro verursachten. Erst durch einen Hinweis der Hausbank, die Unregelmäßigkeiten bei den Transaktionen feststellte, wurde die Frau auf einen möglichen Betrug aufmerksam.
Anzeige und Ermittlungen
Nach dem Hinweis erstattete die Betroffene Anzeige bei der Polizei. Die Ermittlungen wurden durch das Polizeipräsidium Neubrandenburg aufgenommen, um den Täter oder die Täterinnen zu identifizieren und weitere Taten zu verhindern.
Polizei warnt vor „Love-Scamming“
Die Polizei warnt ausdrücklich vor sogenannten „Love-Scamming“-Maschen. Dabei bauen Betrüger gezielt emotionale Bindungen zu ihren Opfern auf, um anschließend Geldforderungen zu stellen. Diese Form des Betrugs ist besonders perfide, da sie auf das Vertrauen und die Gefühle der Betroffenen abzielt.
Empfehlungen der Polizei
Die Polizei gibt folgende Hinweise, um sich vor solchen Betrugsfällen zu schützen:
- Seien Sie misstrauisch bei schnellen Liebesbekundungen im Internet.
- Überweisen Sie kein Geld an unbekannte Personen, auch wenn diese glaubwürdig erscheinen.
- Geben Sie keine persönlichen Daten oder Bilder an Fremde weiter.
- Brechen Sie den Kontakt ab, sobald Geldforderungen gestellt werden.
- Wenden Sie sich im Zweifel an die Polizei und erstatten Sie Anzeige.
Kontaktmöglichkeiten
Für Rückfragen steht das Polizeipräsidium Neubrandenburg zur Verfügung. Betroffene und Zeugen werden gebeten, sich bei Verdacht auf ähnliche Betrugsfälle an die Polizei zu wenden, um weitere Straftaten zu verhindern.

