Am Freitagnachmittag des 20. März kam es in Dortmund-Eving zu einem Betrugsfall, bei dem eine 85-jährige Seniorin Opfer einer sogenannten Schockanruf-Masche wurde. Die Täter erbeuteten hochwertigen Goldschmuck im Wert eines fünfstelligen Eurobetrags. Die Polizei Dortmund warnt eindringlich vor dieser und ähnlichen Betrugsformen und bittet die Bevölkerung um Mithilfe.
Schockanruf täuscht familiäre Notlage vor
Gegen 16 Uhr erhielt die Seniorin einen Anruf von einer Frau, die sich als ihre Tochter ausgab. Mit weinerlicher Stimme berichtete die Anruferin von einer Corona-Erkrankung und einem Krankenhausaufenthalt. Sie schilderte eine angebliche Notwendigkeit, dringend Geld für die weitere Behandlung zu benötigen. Die Seniorin wurde so dazu bewegt, wertvollen Goldschmuck als Ersatz für Bargeld anzubieten.
Übergabe des Schmucks an unbekannten Täter
Kurz nach dem Telefonat erschien ein bislang unbekannter Mann an der Wohnanschrift in der Waldecker Straße. Er nahm den Schmuck entgegen und entfernte sich zu Fuß in Richtung Fröbelweg. Die Polizei beschreibt den Täter als männlich, zwischen 35 und 45 Jahre alt, etwa 1,70 bis 1,75 Meter groß mit westasiatischem Aussehen. Er hatte dunkle, kurze Haare, ein stämmiges Erscheinungsbild und ein proppres Gesicht ohne Bart. Bekleidet war er mit dunkler Kleidung und einer kurzen Hose. Der Mann sprach fließend Deutsch.
Polizei bittet um Zeugenhinweise
Die Ermittler fragen, ob zu der Tatzeit Personen am Fröbelweg oder in der Waldecker Straße einen Mann mit dieser Beschreibung gesehen haben. Von Interesse ist auch, ob der Täter alleine zu Fuß unterwegs war oder ob er von weiteren Personen mit einem Fahrzeug gebracht oder abgeholt wurde. Hinweise können an die Kriminalwache unter der Telefonnummer 0231/132-7441 gemeldet werden.
Warnung vor Betrugsmaschen am Telefon
Die Polizei betont, dass solche Schockanrufe weiterhin häufig vorkommen und appelliert an die Bevölkerung, insbesondere an ältere Menschen und deren Angehörige, wachsam zu sein. Betrüger suchen oft gezielt nach älteren Opfern, indem sie Telefonbücher nach entsprechenden Namen durchsuchen. Es wird empfohlen, persönliche Informationen und familiäre Details am Telefon nicht preiszugeben und bei Geldforderungen sofort aufzulegen.
Empfehlungen für den Schutz vor Betrug
Die Polizei rät, bei verdächtigen Anrufen oder Personen an der Haustür umgehend die Polizei unter der Notrufnummer 110 zu informieren. Geld oder Wertgegenstände sollten niemals an unbekannte Personen übergeben oder an unsicheren Orten hinterlegt werden. Angehörige und Nachbarn sollten den Kontakt zu älteren Menschen suchen, um gemeinsam eine Abwehrstärke gegen Betrüger aufzubauen. Offene Gespräche über Betrugsmaschen können helfen, Opfer zu schützen.
Gemeinschaftliches Engagement gegen Trickbetrüger
Die Polizei unterstreicht, dass ein resolutes Verhalten gegenüber Betrügern am Telefon oder an der Haustür kein Unfreundlichkeit ist, sondern eine wichtige Schutzmaßnahme. Insbesondere Senioren sollten ermutigt werden, bei Unsicherheiten Unterstützung zu suchen und sich nicht scheuen, Verdachtsmomente mitzuteilen. Das gemeinsame Engagement von Bürgern, Angehörigen und Polizei ist entscheidend, um Betrugsversuche zu verhindern und Täter zu überführen.

