Am Mittwochnachmittag kam es in der Ortsmitte von Graben-Neudorf zu einem ausgedehnten Zimmerbrand in einem ehemaligen Bürogebäude, das von der Gemeinde als Wohnhaus genutzt wird. Die ausgelöste Brandmeldeanlage alarmierte die Feuerwehr, die mit einem größeren Aufgebot anrückte, um den Brand schnell unter Kontrolle zu bringen.
Brandentdeckung und erste Maßnahmen
Die ersten Einsatzkräfte trafen kurz nach der Alarmierung am Gebäude ein. Ein Angriffstrupp, ausgerüstet mit Atemschutzgeräten, untersuchte das Gebäude, um die Ursache der Brandmeldeanlage zu ermitteln. Im Erdgeschoss entdeckten sie Rauchentwicklung aus einem Zimmer und begannen unverzüglich mit der Brandbekämpfung. Das Feuer konnte rasch gelöscht werden, sodass eine weitere Ausbreitung verhindert wurde.
Unterstützung durch Nachbarwehren und Einsatzleitung
Aufgrund der Größe des Gebäudes und der Anzahl der darin untergebrachten Bewohner wurden zusätzlich die Feuerwehren aus Linkenheim-Hochstetten und Dettenheim alarmiert. Außerdem kam die gemeinsame Führungsgruppe mit Feuerwehrangehörigen aus Eggenstein-Leopoldshafen zum Einsatz. Unter der Leitung des stellvertretenden Feuerwehrkommandanten Benjamin Jägel waren insgesamt 42 Einsatzkräfte mit mehreren Löschfahrzeugen und einer Drehleiter vor Ort.
Rettungsdienst und Polizei im Einsatz
Der Rettungsdienst war mit zwei Rettungswagen, einem Notarzteinsatzfahrzeug sowie der Notfallhilfe Graben-Neudorf an der Einsatzstelle präsent. Insgesamt wurden zehn Personen aus dem Gebäude gesichtet. Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Die Polizei, geführt vom Polizeirevier Philippsburg, sicherte den Einsatzort mit vier Streifenwagen und drei Motorrädern ab und unterstützte die Einsatzkräfte vor Ort.
Auswirkungen auf das Gebäude und Unterbringung der Bewohner
Nach der Brandbekämpfung stellte sich heraus, dass Teile des Gebäudes durch den Brand so stark beschädigt wurden, dass sie nicht mehr bewohnbar sind. Die Gemeindeverwaltung reagierte umgehend und richtete in der nahegelegenen Festhalle eine Notunterkunft ein, die Platz für mindestens zwanzig Personen bietet. Dies soll sicherstellen, dass die betroffenen Bewohner eine vorübergehende Unterkunft erhalten.
Unklare Brandursache und weitere Ermittlungen
Zur Brandursache und zur Höhe des entstandenen Schadens konnten die Einsatzkräfte zum jetzigen Zeitpunkt keine Angaben machen. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen, um die Ursache des Feuers zu klären. Die Feuerwehr wird weiterhin die Sicherheit des Gebäudes überprüfen und notwendige Maßnahmen zur Gefahrenabwehr einleiten.
Weitere Beteiligte und Ausblick
An der Einsatzstelle waren neben Feuerwehr und Rettungsdienst auch der Leiter des örtlichen Ordnungsamtes sowie der stellvertretende Kreisbrandmeister Bernd Molitor präsent. Die Zusammenarbeit aller Einsatzkräfte trug maßgeblich dazu bei, dass der Brand rasch unter Kontrolle gebracht werden konnte und keine Personen zu Schaden kamen. Die Gemeinde wird in den kommenden Tagen den Zustand des Gebäudes weiter bewerten und über die weitere Nutzung entscheiden.

