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    Polizeiliche Kriminalstatistik 2025: Frankfurt am Main verzeichnet leichte Zunahme bei Straftaten und neue Herausforderungen durch „Violence as a Service“

    Blaulicht Nachrichten RedaktionBy Blaulicht Nachrichten Redaktion25. März 2026Keine Kommentare4 Mins Read
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    Symbolbild zum Thema LPI-GTH: Pannen-Pkw benötigt zwei Abschleppdienste
    Ein Abschleppwagen bei der Bergung eines Pannenfahrzeugs auf der Bundesstraße 176 | Symbolbild – Foto: Omar Ramadan / Pexels
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    Frankfurt am Main – Im Rahmen einer Pressekonferenz stellte Polizeipräsident Stefan Müller am 25. März 2026 die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für das Jahr 2025 vor. Gemeinsam mit weiteren Führungskräften der Polizei informierte er über die Kriminalitätsentwicklung, Schwerpunkte der Polizeiarbeit und neue Herausforderungen im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Frankfurt am Main.

    Gesamtentwicklung der Straftaten bleibt stabil

    Die Gesamtzahl der registrierten Straftaten stieg im Vergleich zum Vorjahr nur geringfügig um 336 Fälle auf insgesamt 113.603. Die Aufklärungsquote lag erneut über 60 Prozent und erreichte 62,5 Prozent. Dies zeigt, dass trotz der leichten Zunahme die Ermittlungsarbeit weiterhin effektiv bleibt.

    Zunahme bei Beleidigungen, Bedrohungen und Körperverletzungen

    Die Delikte im Bereich der Beleidigung, Bedrohung und Körperverletzung nahmen zum vierten Mal in Folge zu. Im Jahr 2025 wurden insgesamt 16.005 solcher Fälle registriert, was einem Anstieg von rund 1.485 Fällen gegenüber dem Vorjahr entspricht. Polizeipräsident Müller führte dies auf eine zunehmende Verrohung der Gesellschaft und die Auswirkungen aufeinanderfolgender Krisen seit der Coronapandemie zurück. Der Umgangston in der Öffentlichkeit werde rauer, was sich auch in einer höheren Zahl von körperlichen Auseinandersetzungen widerspiegele.

    Neues Kriminalitätsphänomen: Violence as a Service (VaaS)

    Ein besonderes Augenmerk legte die Polizei auf das Phänomen „Violence as a Service“ (VaaS), das in Frankfurt neu aufgetreten ist. Dabei werden häufig minderjährige Personen aus dem Ausland für Straftaten rekrutiert, die arbeitsteilig organisiert sind. Zwischen Juli und September 2025 wurden im Rhein-Main-Gebiet sieben Fälle dokumentiert, darunter Sprengstoffexplosionen und schwere Brandstiftungen, bei denen auch Menschenleben gefährdet wurden. Die Frankfurter Polizei konnte bereits Ermittlungserfolge erzielen, unter anderem durch Festnahmen im Ausland. Auffällig ist, dass die Rekrutierung der Täter inzwischen auch im Rhein-Main-Gebiet selbst stattfindet.

    Innenstadtoffensive zeigt Wirkung bei Straßenkriminalität

    Die seit mehreren Jahren laufende Innenstadtoffensive mit erhöhter Polizeipräsenz, Videoüberwachung und Waffenverbotszonen trägt zur deutlichen Reduzierung der Straßenkriminalität bei. So konnten die Fälle von Straßenraub im Bahnhofsgebiet in den letzten zwei Jahren nahezu halbiert werden. Die Aufklärungsquote stieg dort auf über 52 Prozent, die höchste seit Einführung des entsprechenden Deliktschlüssels 1989. Auch der Taschendiebstahl ging stadtweit um 22,7 Prozent zurück. Die Kombination aus verstärkter Präsenz und moderner Technik wirkt sich positiv auf die Sicherheit im öffentlichen Raum aus.

    Waffenverbotszonen und Videoschutzanlagen als wichtige Instrumente

    Im Bahnhofsgebiet und im Vergnügungsviertel Alt-Sachsenhausen bestehen seit 2025 Waffenverbotszonen. Im vergangenen Jahr wurden dort mehrere hundert Messer und andere Waffen sichergestellt. Die Polizei sieht darin ein wirksames Mittel, um Messerangriffe und andere Gewaltdelikte zu verringern. Die Videoschutzanlagen trugen zur Aufklärung von über 1.000 Straftaten bei, darunter zahlreiche Körperverletzungen, Eigentums- und Rauschgiftdelikte sowie Sexualdelikte. Polizeipräsident Müller betonte, dass die Kameras sowohl präventiv wirken als auch zur schnellen Erkennung und Intervention bei Gefahrensituationen beitragen.

    Bekämpfung des Rauschgiftstraßenhandels intensiviert

    Die Polizei setzte 2025 verstärkt auf die Bekämpfung des Rauschgiftstraßenhandels. Die Zahl der erfassten Fälle mehr als verdoppelte sich im Vergleich zum Vorjahr auf 745. Neben großangelegten Kontrollen werden Aufenthaltsverbotsverfügungen im Bahnhofsgebiet eingesetzt, um den Wirkungskreis von Dealerszenen einzuschränken. Verstöße gegen diese Verfügungen führten häufig zu Ingewahrsamnahmen und Strafverfahren. Insgesamt sank die Zahl der Betäubungsmitteldelikte um 25,8 Prozent, was auch mit der gesetzlichen Neuregelung zum Cannabiskonsum zusammenhängt.

    Häusliche Gewalt und Schutzmaßnahmen

    Die Fallzahlen bei häuslicher Gewalt erreichten mit 2.281 Fällen einen neuen Höchststand. Die Polizei führt dies neben einer gesellschaftlichen Verrohung auch auf eine höhere Sensibilisierung und Anzeigequote zurück. Das Gewaltschutzkommissariat betreut die Opfer intensiv und setzt frühzeitig Maßnahmen zur Gefahrenabwehr um. Dazu zählen Platzverweise, Wegweisungen und der Einsatz elektronischer Fußfesseln zur Überwachung von Gefährdern. Die enge Zusammenarbeit mit externen Institutionen soll den Schutz der Betroffenen weiter verbessern.

    Weitere Entwicklungen bei Sexualdelikten, Wohnungseinbrüchen und politisch motivierter Kriminalität

    Sexualdelikte nahmen um 9,2 Prozent zu, insbesondere bei Vergewaltigung, sexueller Nötigung und Belästigung. Die Dunkelziffer wird als hoch eingeschätzt. Wohnungseinbruchsdiebstähle stiegen um 26,6 Prozent, die Aufklärungsquote liegt jedoch weiterhin niedrig bei 11,9 Prozent. Politisch motivierte Kriminalität verzeichnete einen Anstieg um 12,7 Prozent, insbesondere im Bereich rechtsextremistischer und ausländischer Ideologien. Die Polizei arbeitet an Maßnahmen zum Schutz von Amts- und Mandatsträgern sowie Einsatzkräften, die ebenfalls vermehrt von Gewalt betroffen sind.

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    Als Redaktionsmitglied von Blaulicht-Nachrichten.de berichte ich über Einsätze von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten im regionalen und überregionalen Raum. Mein besonderes Interesse gilt der transparenten Aufarbeitung komplexer Einsatzlagen sowie der verständlichen Darstellung behördlicher Mitteilungen für die Öffentlichkeit. Sorgfalt, Quellenprüfung und journalistische Neutralität stehen für mich an erster Stelle.

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