In der Nacht zum 22. März 2026 wurden Polizei und Feuerwehr in Zweibrücken zu mehreren Einsätzen gerufen, die im Stadtgebiet für erhebliche Gefahren sorgten. Zwischen Mitternacht und kurz nach 00:30 Uhr kam es zu mutmaßlichen Brandstiftungen und gefährlichen Eingriffen in den Straßenverkehr. Die Polizei prüft derzeit, ob ein Zusammenhang zwischen den einzelnen Vorfällen besteht.
Gefährliche offene Schächte nach Entfernen von Gullydeckeln
Zwischen 00:05 Uhr und 00:15 Uhr wurde die Polizei über mehrere fehlende Gullydeckel in der Verlängerung der Kohlenhofstraße informiert. Vor Ort stellten die Einsatzkräfte fest, dass insgesamt vier Kanalabdeckungen entfernt worden waren. Die dadurch entstandenen tiefen offenen Schächte stellten eine erhebliche Gefahr für Verkehrsteilnehmer dar.
Die vermissten Gullydeckel konnten im unmittelbaren Nahbereich nicht gefunden werden. Es wird vermutet, dass sie in Richtung des angrenzenden Schwarzbachs verbracht wurden. In diesem Bereich wurden zudem zwei Warnbaken aufgefunden, deren Herkunft bislang ungeklärt ist. Die Gefahrenstellen wurden von Mitarbeitern des zuständigen Umwelt- und Servicebetriebs provisorisch abgesichert und abgedeckt.
Brandstiftung an Müllbehältern in zwei Stadtteilen
Im Zusammenhang mit den entdeckten Gefahrenstellen wurde zudem ein am Zaun befestigter Mülleimer vorsätzlich in Brand gesetzt. Das Feuer konnte von Anwohnern oder Passanten mit einem Feuerlöscher gelöscht werden, bevor die Feuerwehr eintraf. Der entstandene Sachschaden wird auf etwa 3.000 Euro geschätzt.
Nur rund 20 Minuten später, gegen 00:35 Uhr, wurde ein weiterer Brand gemeldet. Auf dem Gelände der Albert-Schweitzer-Grundschule in der Ernstweilertalstraße brannte eine Mülltonne. Die eingesetzten Kräfte konnten das Feuer zunächst eindämmen, die Feuerwehr löschte den Brand vollständig. Der Sachschaden an der Mülltonne wird auf circa 300 Euro beziffert.
Polizei sucht Zeugen und prüft Tatzusammenhang
Aufgrund der zeitlichen und örtlichen Nähe der Vorfälle wird derzeit eine Verbindung zwischen den einzelnen Taten untersucht. Die Polizeiinspektion Zweibrücken bittet Zeugen, die in der Nacht zum 22. März 2026 verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich mit sachdienlichen Hinweisen zu melden. Hinweise können telefonisch unter der Nummer 0631 369-15399 abgegeben werden.
Die Polizei warnt vor den Gefahren durch die offenen Schächte und rät, besonders vorsichtig im Bereich der Kohlenhofstraße zu sein. Die provisorischen Absicherungen sollen kurzfristig Unfälle verhindern, bis eine endgültige Sicherung erfolgt.
Vorsorgemaßnahmen und weitere Ermittlungen
Die eingesetzten Kräfte des Umwelt- und Servicebetriebs haben die Gefahrenstellen zunächst mit provisorischen Abdeckungen versehen, um weitere Unfälle zu vermeiden. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache und zu den Hintergründen der entfernten Gullydeckel aufgenommen. Weitere Maßnahmen zur Gefahrenabwehr sind geplant, sobald die Ermittlungen Fortschritte zeigen.
Die örtliche Bevölkerung wird gebeten, aufmerksam zu sein und verdächtige Aktivitäten unverzüglich der Polizei zu melden, um weitere Vorfälle zu verhindern.

