Am Samstagmorgen gegen 10:54 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Werne zu einem Brand in einem landwirtschaftlichen Betrieb an der Südkirchener Straße im Ortsteil Ehringhausen alarmiert. Schon auf der Anfahrt war eine starke Rauchentwicklung sichtbar, die auf ein größeres Schadensereignis hindeutete.
Vollbrand eines Stallgebäudes
Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte bestätigte sich die Meldung: Ein Stall stand in Vollbrand. Aus sämtlichen Toren und Fenstern schlugen Flammen heraus, begleitet von dichtem, schwarzem Rauch. Der Einsatzleiter und stellvertretende Leiter der Feuerwehr, Sven Schubert, leitete umgehend einen umfassenden Löschangriff ein.
Mehrere Trupps unter Atemschutz gingen mit C-Rohren gegen das Feuer vor. Parallel wurde der Schutz eines unmittelbar angrenzenden Wohngebäudes sichergestellt, um eine Ausbreitung des Brandes zu verhindern.
Gefahrenlage durch brennenden Diesel
Während der Löscharbeiten kam es zu einer weiteren Gefahrensituation: Aus einem Tank innerhalb des brennenden Stalls trat Diesel aus, der sich entzündete und eine massive Feuerwand bildete. Dank des schnellen und koordinierten Eingreifens der Einsatzkräfte konnte jedoch eine weitere Ausbreitung des Feuers verhindert werden.
Besonders geschützt werden konnte ein mit Heuballen beladener Anhänger sowie eine angrenzende Scheune, die trotz der Nähe zum Brandherd von den Flammen verschont blieben.
Tierrettung und Wasserversorgung
Die starke Rauchentwicklung hatte tragische Folgen für die im Stall befindlichen Tiere: Etwa 100 Ferkel konnten nicht mehr gerettet werden. In einem benachbarten Stall befanden sich weitere rund 50 Schweine, die durch gezielte Lüftungsmaßnahmen vor gesundheitlichen Schäden bewahrt werden konnten.
Zur Sicherstellung der Löschwasserversorgung wurde eine umfangreiche Wasserförderung von der Südkirchener Straße aufgebaut, um den Löschangriff dauerhaft zu gewährleisten.
Großer Einsatz mit mehreren Einheiten
Insgesamt waren rund 100 Einsatzkräfte an dem Einsatz beteiligt. Neben der Freiwilligen Feuerwehr Werne unterstützten die Einheit Oberaden der Freiwilligen Feuerwehr Bergkamen, die Einheit Mitte der Feuerwehr Lünen sowie der Abrollbehälter Atemschutz des Kreises Unna die Löscharbeiten vor Ort.
Darüber hinaus waren der Rettungsdienst, die Polizei, die Untere Wasserbehörde, das Veterinäramt und das Ordnungsamt im Einsatz, um die Lage umfassend zu betreuen und die Sicherheit zu gewährleisten.
Brandursache und weitere Maßnahmen
Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Zum jetzigen Zeitpunkt liegen keine weiteren Informationen zur Ursache vor. Die Feuerwehr betont, dass durch das schnelle und koordinierte Vorgehen der Einsatzkräfte eine Ausbreitung des Feuers auf weitere Gebäude verhindert werden konnte, wodurch der Sachschaden begrenzt blieb.
Die Einsatzleitung dankt allen beteiligten Kräften für ihren engagierten Einsatz unter schwierigen Bedingungen.

