In der Rotenburger Innenstadt löste am späten Montagabend ein vermeintlicher Gasgeruch einen größeren Einsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei aus. Mitarbeitende einer radiologischen Praxis hatten während ihrer Arbeit über Atemwegsreizungen geklagt und daraufhin vorsorglich die Rettungskräfte alarmiert.
Erste Maßnahmen und Einsatzentwicklung
Die Ortsfeuerwehr Rotenburg (Wümme) wurde zunächst mit dem Stichwort „THGAS“ in die Bergstraße gerufen. Aufgrund der unklaren Lage vor Ort wurde das Einsatzstichwort frühzeitig auf „Gefahrgut“ erhöht, woraufhin weitere Einsatzkräfte aus dem Stadtgebiet und umliegenden Gemeinden nachalarmiert wurden. Auch der Gefahrgutzug der Kreisfeuerwehr Rotenburg (Wümme) rückte an, um die Situation fachgerecht zu beurteilen.
Evakuierungen und medizinische Versorgung
Im Verlauf des Einsatzes wurden mehrere Gebäude im Umfeld vorsorglich geräumt, um die Sicherheit der Anwohner und Mitarbeitenden zu gewährleisten. Insgesamt wurden 26 Personen vom Rettungsdienst gesichtet und betreut. Vier Personen, die über Atemwegsbeschwerden klagten, wurden zur weiteren Untersuchung und Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.
Messungen und Lagebewertung
Die Einsatzkräfte führten umfangreiche Messungen durch, um die Art und Konzentration möglicher Gefahrstoffe zu ermitteln. Dabei konnte kein gefährliches Gas nachgewiesen werden. Lediglich geringe Mengen eines bislang unbekannten Stoffes wurden festgestellt, der nach Einschätzung der Einsatzkräfte keine akute Gefahr darstellt.
Unklare Ursache und weitere Ermittlungen
Die Ursache für die aufgetretenen Atemwegsreizungen ist derzeit noch unklar und wird weiterhin untersucht. Die Behörden und Einsatzkräfte setzen ihre Ermittlungen fort, um die Herkunft und mögliche Auswirkungen des unbekannten Stoffes zu klären.
Umfangreicher Einsatz vor Ort
Insgesamt waren rund 137 Einsatzkräfte vor Ort. Darunter befanden sich 103 Feuerwehrleute aus neun Ortsfeuerwehren mit 22 Fahrzeugen sowie 34 Kräfte des Rettungsdienstes. Der Einsatz konnte gegen Mitternacht beendet werden, nachdem die Lage als sicher eingestuft wurde.
Die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei verlief reibungslos und zielorientiert, um die Sicherheit der Bevölkerung schnellstmöglich wiederherzustellen.

