Am Freitagabend, den 13. März 2026, fand in der Elbschehalle Wengern die Jahresdienstbesprechung der Freiwilligen Feuerwehr Wetter (Ruhr) statt. Über 150 Mitglieder und Gäste aus Politik, Verwaltung sowie benachbarten Hilfsorganisationen waren der Einladung gefolgt, um auf das vergangene Jahr zurückzublicken und aktuelle Entwicklungen zu diskutieren.
Begrüßung und Grußworte
Stadtbrandinspektor Ralf Tonetti eröffnete die Veranstaltung um 18:10 Uhr. Neben ihm nahmen unter anderem Bürgermeister Hans-Günter Draht, Kreisbrandmeister Martin Weber, der Präsident des Kreisfeuerwehrverbandes Michael Willms sowie Vertreter der Ratsfraktionen und benachbarter Feuerwehren teil. Auch Vertreter des THW, der DLRG, des DRK und der Polizei waren anwesend.
Bürgermeister Draht dankte den Einsatzkräften für ihren kontinuierlichen Einsatz zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Wetter (Ruhr). Er erwähnte dabei exemplarisch einige besondere Einsätze aus dem vergangenen Jahr. Zudem informierte er über den Fortschritt beim Neubau des Gerätehauses der Löscheinheit Wengern, dessen Fertigstellung und Übergabe in Kürze erwartet wird.
Fahrzeugbeschaffungen und Infrastrukturprojekte
Im vergangenen Jahr konnten vier neue Mannschaftstransportfahrzeuge offiziell in Dienst gestellt werden. Außerdem laufen bereits Baubesprechungen für weitere Fahrzeuge, darunter ein Einsatzleitwagen und ein Tanklöschfahrzeug für die Löscheinheit Alt-Wetter, ein Dreiseitenkipper für Wengern sowie ein Gerätewagen für die Gerätewarte. Diese Investitionen sollen die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr weiter verbessern.
Würdigung und Ehrungen
Kreisbrandmeister Martin Weber lobte in seinem Grußwort die engagierte Arbeit der Einsatzkräfte und informierte über aktuelle Projekte des Ennepe-Ruhr-Kreises, insbesondere das im Bau befindliche Gefahrenabwehrzentrum. Michael Willms, Präsident des Kreisfeuerwehrverbandes, blickte auf erste Netzwerktreffen und geplante Veranstaltungen, wie den Leistungsnachweis im September in Gevelsberg, voraus.
Besondere Anerkennung erhielt Stadtbrandinspektor Ralf Tonetti, der für sein langjähriges Engagement mit dem Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber des Deutschen Feuerwehr-Verbandes ausgezeichnet wurde. Zudem ehrte Bürgermeister Draht Michael Bühl von der Löscheinheit Wengern für 35 Jahre Mitgliedschaft mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichen des Landes NRW in Gold.
Beförderungen und personelle Veränderungen
Im Rahmen der Versammlung wurden mehrere Beförderungen ausgesprochen: Pascal Stederoth wurde zum Oberbrandmeister befördert, Alisa Rüping zur Brandoberinspektorin. Zudem erfolgten diverse Entlassungen und Einsetzungen in Führungspositionen innerhalb der einzelnen Löscheinheiten sowie in der Jugendfeuerwehr. Bennet Koczwara wechselte von der Jugendfeuerwehr in den aktiven Einsatzdienst und verstärkt künftig die Löscheinheit Volmarstein. Mona Matzki wurde in die Ehrenabteilung überstellt.
Jahresbericht 2025 und Ausblick
Stadtbrandinspektor Patric Poblotzki präsentierte den Jahresbericht 2025. Die Feuerwehr Wetter (Ruhr) zählt aktuell 260 Mitglieder, davon 151 aktive Einsatzkräfte. Im vergangenen Jahr wurden 457 Einsätze absolviert, was 70 weniger als im Vorjahr bedeutet. Dieser Rückgang ist vor allem auf eine geringere Anzahl von Unterstützungseinsätzen mit der Drehleiter im Rettungsdienst zurückzuführen.
Regelmäßige Schulungen, Übungsdienste sowie Lehrgänge und Seminare trugen zur stetigen Qualifizierung der Einsatzkräfte bei. Erstmals wurde ein Mitglied aus der Kinderfeuerwehr in den aktiven Dienst übernommen. Poblotzki dankte allen Mitgliedern für ihr Engagement und die gute Zusammenarbeit mit Rat und Verwaltung.
Herausforderungen für das Ehrenamt
Abschließend reflektierte Stadtbrandinspektor Tonetti über die zunehmenden Anforderungen an das Ehrenamt. Er hinterfragte, ob alle Aufgaben tatsächlich in den Zuständigkeitsbereich der Feuerwehr fallen sollten, insbesondere wenn Landesbetriebe wie Straßen NRW aus Kostengründen keinen Bereitschaftsdienst anbieten und Aufgaben auf Ehrenamtliche verlagern. Zudem betonte er die Eigenverantwortung der Bürgerinnen und Bürger, insbesondere bei Großschadenslagen wie dem Jahrhundert-Hochwasser 2021 oder dem Stromausfall in Berlin 2026, da die Blaulichtorganisationen nicht immer sofort für alle Einsatzstellen präsent sein können.
Dennoch sprach Tonetti seinen besonderen Dank an alle Einsatzkräfte für ihre kontinuierliche Arbeit aus. Der Abend klang bei einem kleinen Imbiss in gemeinsamer Runde aus.

