Am Samstagabend zwischen 17:30 Uhr und 17:45 Uhr wurden Feuerwehr und Polizei im Rhein-Neckar-Kreis zu zwei Brandorten gerufen, bei denen jeweils erheblicher Sachschaden entstand. In beiden Fällen wird von vorsätzlicher Brandlegung ausgegangen.
Baucontainer bei Umspannwerk in Vollbrand
Der erste Brand ereignete sich gegen 17:30 Uhr in der Nähe des Umspannwerks an der Landesstraße 598. Ein dort abgestellter Baucontainer geriet aus bislang ungeklärter Ursache in Brand. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand der Container bereits in Vollbrand. Die freiwillige Feuerwehr Sandhausen konnte den Brand zügig löschen.
Eine Zeugin beobachtete kurz nach Ausbruch des Feuers zwei Jugendliche, die sich von der Brandstelle entfernten. Die Polizei nimmt an, dass diese Personen mit dem Brand in Verbindung stehen könnten und bittet um Hinweise.
Gartenhütte in Leimen ebenfalls abgebrannt
Nur wenige Minuten später, gegen 17:45 Uhr, brannte eine Gartenhütte im Bereich zwischen der Rohrbacher Straße und der L600 in Leimen vollständig aus. Auch hier wurde eine schnelle Reaktion der Feuerwehr notwendig, um ein Übergreifen der Flammen auf umliegende Objekte zu verhindern.
Ein Zeuge berichtete, dass zwei Jugendliche unmittelbar nach Ausbruch des Feuers vom Ort des Geschehens flüchteten. Trotz einer eingeleiteten Fahndung konnten die Jugendlichen bislang nicht gestellt werden.
Ermittlungen wegen Brandstiftung laufen
Die Kriminalpolizeidirektion Heidelberg hat die Ermittlungen übernommen, da nach aktuellem Stand der Ermittlungen bei beiden Bränden von vorsätzlicher Brandlegung auszugehen ist. Die Höhe des entstandenen Sachschadens wird derzeit noch ermittelt.
Die Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe und fragt: Wer hat am Samstagabend im genannten Zeitraum verdächtige Beobachtungen im Bereich des Umspannwerks an der L598 oder in der Nähe der Gartenhütte in Leimen gemacht? Hinweise zu den beiden flüchtigen Jugendlichen können unter der Telefonnummer 0621/174-4444 an das kriminalpolizeiliche Hinweistelefon gegeben werden.
Feuerwehreinsatz und Sicherheitslage
Die schnelle Löschung der Brände durch die freiwilligen Feuerwehren verhinderte eine weitere Ausbreitung der Flammen und möglicherweise noch größeren Schaden. Über Verletzte oder Gefahren für Anwohner ist bislang nichts bekannt.
Die Polizei mahnt zur Vorsicht und appelliert an die Öffentlichkeit, verdächtige Aktivitäten zeitnah zu melden, um weitere Vorfälle dieser Art zu verhindern.
Die Ermittlungen dauern an, weitere Details werden bei Vorliegen neuer Erkenntnisse veröffentlicht.

