Am Samstag, den 21. März 2026, wurde gegen 13:20 Uhr eine starke Rauchentwicklung in einem Bergbaubetrieb an der Landstraße 116 in Höhe Frimmersdorf gemeldet. Mehrere Zeugen alarmierten die Leitstelle des Rhein-Kreises Neuss, nachdem sie eine große schwarze Rauchsäule über dem Betriebsgelände beobachtet hatten. Daraufhin wurden umgehend die hauptamtliche Feuerwache sowie die Einheiten Frimmersdorf/Neurath alarmiert.
Erste Lage und Einsatzkräfte vor Ort
Parallel entsandte die Leitstelle des Rhein-Erft-Kreises zusätzlich die Feuerwehr Bedburg zur Einsatzstelle, die sich im Gebiet zwischen Grevenbroich und Bedburg befindet. Die ersten eintreffenden Einsatzkräfte bestätigten die starke Rauchentwicklung und erhöhten die Alarmstufe. Insgesamt waren rund 50 Feuerwehrleute aus den Einheiten Frimmersdorf/Neurath, Stadtmitte, Gustorf-Gindorf, Kapellen sowie der hauptamtlichen Wache Grevenbroich und der Feuerwehr Bedburg vor Ort.
Brandherd und Löschmaßnahmen
Im weiteren Verlauf konnte die Lage präzisiert werden: Im Inneren eines Tunnels hatte eine Bandanlage auf einer Länge von etwa 50 Metern Feuer gefangen. Die Bandanlage ist eine Förderanlage, die in Bergbaubetrieben zum Transport von Materialien verwendet wird. Mitarbeiter des Unternehmens hatten bereits erste Löschversuche unternommen und zwei Feuerlöschkisten mit Schläuchen eingesetzt, wodurch die Feuerwehr den Löschangriff zügig aufnehmen konnte.
Verletzte und medizinische Versorgung
Bei dem Brand erlitten zwei Mitarbeiter leichte Verletzungen durch Rauchgase. Beide wurden zur weiteren medizinischen Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Über den genauen Schweregrad der Verletzungen liegen keine weiteren Informationen vor.
Schwierigkeiten bei den Löscharbeiten
Die Brandbekämpfung gestaltete sich aufgrund der Beschaffenheit der Bandanlage als herausfordernd. Das Förderband enthält in das Gummi eingearbeitete Stahlseile, welche die Löschmaßnahmen erschwerten. Trotz intensiver Lösch- und Kühlmaßnahmen erreichten die Temperaturen im Tunnel auch nach Beendigung der aktiven Brandbekämpfung weiterhin Werte von deutlich über 250 Grad Celsius.
Fortlaufende Kühlung und Einsatzende
Um die Temperatur im Tunnel weiter zu senken und ein Wiederaufflammen des Feuers zu verhindern, installierte die Feuerwehr gegen 15:30 Uhr zwei Löschrohre des Betriebs zur kontinuierlichen Kühlung. Nach Abschluss der Maßnahmen wurde die Einsatzstelle an den Betreiber übergeben. Die letzten Einsatzkräfte verließen die Örtlichkeit gegen 16:00 Uhr.
Besondere Umstände beim Einsatz
Ein glücklicher Zufall erleichterte die Einsatzorganisation: Zum Zeitpunkt der Alarmierung fand im Gerätehaus Frimmersdorf/Neurath die Prüfung des Grundlehrgangs der Freiwilligen Feuerwehr Grevenbroich sowie weiterer Feuerwehren aus dem Kreisgebiet statt. Dadurch konnten mehrere Ausbilder aus verschiedenen Einheiten zusammen mit der Einheit Frimmersdorf/Neurath unmittelbar ausrücken und den Einsatz unterstützen.
Unklarheiten zur Brandursache und Schadenshöhe
Die Feuerwehr machte keine Angaben zur Brandursache oder zur Höhe des entstandenen Schadens. Die Ermittlungen dazu liegen vermutlich beim Betreiber oder weiteren zuständigen Stellen. Die Feuerwehr konzentrierte sich während des Einsatzes auf die Brandbekämpfung und die Versorgung der Verletzten.

