Die Stadt Rehna in Mecklenburg-Vorpommern führt ab sofort offiziell den Titel „Klosterstadt“. Die Verleihung dieser kommunalverfassungsrechtlichen Bezeichnung erfolgte am 25. März 2026 durch den Landesinnenminister Christian Pegel im Beisein von Bürgermeister Martin Reininghaus. Mit dieser Auszeichnung wird die lange und bedeutende Geschichte des ehemaligen Frauenklosters als kulturelles und gesellschaftliches Zentrum der Stadt und der Region gewürdigt.
Historische Bedeutung des Frauenklosters im Fokus
Die Bezeichnung „Klosterstadt“ hebt die Rolle des ehemaligen Frauenklosters hervor, das über mehrere Jahrhunderte hinweg das städtische Leben in Rehna maßgeblich geprägt hat. Minister Pegel betonte bei der Übergabe, dass die kontinuierliche Nutzung der Klosteranlage sowie ihr herausragender denkmalgeschichtlicher Wert die Verleihung des Titels rechtfertigen. Das Kloster ist nicht nur ein bedeutendes religiöses Bauwerk, sondern auch ein wichtiger kultureller Ankerpunkt in der Stadt.
Beschluss und Ziele der Stadtvertretung
Der Stadtrat von Rehna hatte im Oktober 2025 einstimmig beschlossen, die Bezeichnung „Klosterstadt“ offiziell zu beantragen. Mit diesem Schritt verfolgt die Stadt das Ziel, die historische Identität zu stärken und die Verbundenheit der Bevölkerung mit der eigenen Geschichte zu fördern. Zudem soll die Auszeichnung dazu beitragen, den Kulturtourismus weiterzuentwickeln und die besondere Bedeutung der Klosteranlage auch für Besucher sichtbar zu machen.
Offizielle Anerkennung und Umsetzung
Das Ministerium für Inneres und Bau Mecklenburg-Vorpommern hat den Antrag auf die kommunalverfassungsrechtliche Bezeichnung geprüft und zugestimmt. Die Bezeichnung wird künftig dem amtlichen Gemeindenamen vorangestellt und tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft. Um die neue Bezeichnung auch im Stadtbild zu verankern, werden neue Ortseingangsschilder mit der Aufschrift „Klosterstadt Rehna“ installiert, die auf die historische Bedeutung aufmerksam machen sollen.
Bedeutung für Kultur und Tourismus
Die Auszeichnung als „Klosterstadt“ ist nicht nur ein symbolischer Akt, sondern hat auch praktische Auswirkungen auf die kulturelle und touristische Entwicklung der Stadt. Rehna kann damit seine Rolle als kulturelles Zentrum in der Region weiter ausbauen und Besucher gezielter auf die historischen Sehenswürdigkeiten aufmerksam machen. Das Engagement der Stadt für den Erhalt und die Nutzung der Klosteranlage wird durch die offizielle Bezeichnung zusätzlich gestärkt.
Ausblick und weitere Entwicklungen
Mit der offiziellen Anerkennung als „Klosterstadt“ setzt Rehna einen wichtigen Meilenstein in der Bewahrung und Pflege seines historischen Erbes. Die Stadtvertretung plant, die neue Bezeichnung aktiv in die Stadtentwicklung und das Marketing einzubinden. Dies soll dazu beitragen, die Attraktivität der Stadt für Einwohner und Touristen gleichermaßen zu erhöhen und die Geschichte des Klosters als identitätsstiftendes Element zu erhalten.
Die Verleihung des Titels unterstreicht die Bedeutung von Kultur- und Denkmalschutz in Mecklenburg-Vorpommern und zeigt, wie historische Stätten als lebendige Bestandteile des städtischen Lebens gewürdigt werden können. Rehna kann damit seine Position als bedeutender Standort für Geschichte, Kultur und Tourismus in der Region weiter festigen.

