Am Dienstagabend wurde die Polizei gegen 20:23 Uhr über eine schwere Auseinandersetzung in einer Flüchtlingsunterkunft in der Blücherstraße in Hessisch Lichtenau informiert. In der Gemeinschaftsküche der Unterkunft kam es zunächst zu einem verbalen Streit zwischen zwei afghanischen Bewohnern, die im Alter von 24 und 27 Jahren sind.
Eskaliertes Streitgespräch endet tödlich
Die verbale Auseinandersetzung zwischen den beiden Männern eskalierte, sodass der 24-Jährige ein Messer griff und auf den 27-Jährigen einstach. Der 27-Jährige erlitt dabei tödliche Stichverletzungen. Trotz des schnellen Eingreifens der alarmierten Rettungskräfte konnte nur noch der Tod des Mannes festgestellt werden.
Intensive Fahndung nach dem Tatverdächtigen
Der mutmaßliche Täter flüchtete unmittelbar nach der Tat vom Tatort. Im Zuge der Ermittlungen und ersten Zeugenaussagen verdichtete sich der Verdacht gegen den 24-Jährigen. Die Polizei leitete eine groß angelegte Fahndung ein, bei der unter anderem ein Polizeihubschrauber sowie weitere Einsatzkräfte des Polizeipräsidiums Nordhessen zum Einsatz kamen.
Parallel wurde eine Rundfunkwarnmeldung herausgegeben, die die Bevölkerung aufforderte, keine unbekannten Personen mitzunehmen. Gegen 22:53 Uhr konnte der Tatverdächtige im Bereich des Frau-Holle-Parks in Hessisch Lichtenau durch die Hubschrauberbesatzung gesichtet und anschließend von der Polizei festgenommen werden. Kurz darauf wurde die Rundfunkwarnmeldung zurückgenommen.
Motivlage weiterhin unklar
Zum jetzigen Zeitpunkt liegen keine gesicherten Erkenntnisse zum Motiv der Tat vor. Der 24-jährige Tatverdächtige hat sich bislang nicht zum Tathergang geäußert. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Kassel und der Polizeidirektion Werra-Meißner dauern an.
Reaktionen und weitere Schritte
Die Polizei hat den Bereich der Flüchtlingsunterkunft abgesichert und führt weitere Befragungen von Zeugen durch. Die Staatsanwaltschaft prüft derzeit die Anordnung von Untersuchungshaft gegen den Tatverdächtigen. Die Hintergründe der Tat sowie mögliche Zusammenhänge werden im Rahmen der Ermittlungen untersucht.
Die Behörden bitten die Bevölkerung weiterhin um Hinweise, die zur Aufklärung des Vorfalls beitragen können. Gleichzeitig wird darum gebeten, Spekulationen zu vermeiden, solange keine weiteren Informationen vorliegen.

