In der Nacht zum 24. März 2026 kam es in Strasburg zu einem Verkehrsvorfall, bei dem ein Fahrzeugführer nach einer Flucht vor der Polizei mit seinem Pkw verunglückte. Die Polizeiinspektion Friedland hatte gegen Mitternacht versucht, den Fahrer eines Audi zu kontrollieren, der sich der Kontrolle durch Flucht entzog. Die folgende Verfolgungsfahrt endete mit einem Fahrzeugbrand und der Festnahme des Fahrers.
Flucht mit hoher Geschwindigkeit durch Strasburg
Die Beamten des Polizeireviers Friedland bemerkten den Audi in der Ortslage Strasburg und wollten diesen kontrollieren. Nachdem der Streifenwagen für die Kontrolle gewendet hatte, beschleunigte der Fahrer des Audi stark und fuhr mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit durch die Ortschaft. Während erlaubter 30 km/h wurde eine Geschwindigkeit von etwa 90 km/h gemessen, auf Strecken mit erlaubten 50 km/h erreichte der Fahrer etwa 130 km/h. Zudem schaltete er das Fahrzeuglicht aus, vermutlich um sich vor den verfolgenden Polizeikräften zu verstecken.
Gefährliche Fahrmanöver und Kollision
Im Verlauf der Flucht kam es beinahe zu einer Kollision mit einem vorfahrtberechtigten, unbeteiligten Pkw. Um eine Kollision zu vermeiden, überholte der Audi den anderen Wagen und setzte seine Fahrt über die Bundesstraße 104 in Richtung Woldegk fort. In einer Rechtskurve zwischen Strasburg und Carlslust verlor der Fahrer die Kontrolle, kollidierte mit der linken Leitplanke und verlor dabei das linke Vorderrad. Die Geschwindigkeit lag zu diesem Zeitpunkt deutlich über 150 km/h.
Fahrzeugbrand und Einsatz der Feuerwehr
Unmittelbar nach der Kollision geriet der Audi während der Fahrt in Brand. Der Fahrer stoppte daraufhin sein Fahrzeug, stieg aus und beendete seine Flucht. Die freiwillige Feuerwehr Strasburg wurde zur Brandbekämpfung alarmiert und konnte den Brand löschen. Das Fahrzeug brannte vollständig aus und musste anschließend von einem Abschleppdienst geborgen werden. Durch die Kollision und den Brand entstand zudem Sachschaden an der Fahrbahn und an den Schutzplanken. Der Gesamtschaden wird auf etwa 10.000 Euro geschätzt.
Fahrer bleibt unverletzt und wird festgenommen
Der 20-jährige deutsche Fahrer wurde von Rettungskräften vor Ort untersucht und blieb augenscheinlich unverletzt. Im Rahmen der weiteren Ermittlungen stellte sich heraus, dass der Fahrer nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis war. Die Polizei leitete Ermittlungsverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, verbotenem Kraftfahrzeugrennen sowie Fahrens ohne Fahrerlaubnis gegen den Mann ein.
Polizei bittet um Zeugenhinweise
Die Polizei bittet mögliche Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben oder weitere Hinweise geben können, sich bei der Polizeidienststelle Friedland oder dem Polizeipräsidium Neubrandenburg zu melden. Insbesondere Angaben zum Verhalten des Fahrers während der Flucht oder zu weiteren beteiligten Fahrzeugen sind für die Ermittlungen von Bedeutung.
Zusammenfassung
Die nächtliche Flucht eines 20-jährigen Audi-Fahrers vor der Polizei in Strasburg endete mit einem Unfall und einem Fahrzeugbrand. Trotz der riskanten Fahrweise und des entstandenen Schadens blieb der Fahrer unverletzt. Die Ermittlungen dauern an, der Fahrer wurde festgenommen und muss sich nun strafrechtlich verantworten.

