Am 23. März 2026 wurde die Feuerwehr Stockach gegen 5:18 Uhr zu einem Gebäudebrand in einem Mehrfamilienhaus im Haitachweg alarmiert. Das Einsatzstichwort lautete „B4 Wohnungsbrand, Menschenleben in Gefahr“. Aufgrund der Schwere des Brandes wurden zusätzliche Einsatzkräfte aus mehreren Abteilungen sowie der Rettungsdienst mit dem Alarmstichwort „Massenanfall von Verletzten“ hinzugezogen.
Brandentwicklung und erste Maßnahmen
Beim Eintreffen der ersten Feuerwehrkräfte stand eine Wohneinheit im zweiten Obergeschoss bereits in Vollbrand. Sofort wurde die Menschenrettung eingeleitet und die Brandbekämpfung über das Treppenhaus vorbereitet. Gleichzeitig begann ein Löschangriff von außen auf die betroffene Wohnung. Die Feuerwehr setzte dabei mehrere Atemschutztrupps ein, um die angrenzenden Wohneinheiten zu kontrollieren, teilweise gewaltsam zu öffnen und nach weiteren Personen zu suchen.
Rettung und Unterstützung durch Drehleitern
Im Verlauf der Suche konnte eine Person rechtzeitig aus einer Wohnung im ersten Obergeschoss gerettet und dem Rettungsdienst übergeben werden. Die Löschmaßnahmen wurden durch den Einsatz zweier Drehleitern unterstützt, die sowohl im Bereich der Brandwohnung als auch im Dachbereich eingesetzt wurden, um das Feuer einzudämmen und weitere Ausbreitung zu verhindern.
Erweiterte Einsatzkräfte und Herausforderungen
Aufgrund der Ausdehnung des Feuers und des erhöhten Kräftebedarfs wurden weitere Einheiten aus den Abteilungen Wahlwies, Hoppetenzell und Mahlspüren im Tal/Seelfingen nachalarmiert. Zusätzlich kam der Abrollbehälter Atemschutz der Feuerwehr Radolfzell zum Einsatz, um die Atemschutzversorgung für die Einsatzkräfte sicherzustellen. Die Arbeiten im Dachbereich gestalteten sich besonders schwierig und kräftezehrend, da die starke Hitzeentwicklung den Zugang erschwerte.
Brandbekämpfung und Nachlöscharbeiten
Die Feuerwehr konnte das Feuer in der Brandwohnung mit mehreren Atemschutztrupps unter Kontrolle bringen. Für die weiteren Löschmaßnahmen im Dachbereich wurden tragbare Leitern eingesetzt, um einen Zugang zu schaffen. Beide Drehleitern unterstützten die Maßnahmen, indem sie Teile der Dachhaut öffneten, um Glutnester zu erreichen. Die Nachlöscharbeiten dauerten mehrere Stunden und konnten erst gegen Mittag abgeschlossen werden.
Opfer und Unterstützung vor Ort
Leider konnte ein Bewohner der Brandwohnung nur noch leblos aufgefunden werden. Die Feuerwehr konnte für diese Person keine Hilfe mehr leisten. Während der laufenden Löscharbeiten verschaffte sich die Bürgermeisterin von Stockach einen Überblick über die Lage vor Ort und sicherte den betroffenen Bewohnern die Unterstützung der Stadt zu.
Umfangreicher Einsatz mit zahlreichen Kräften
Insgesamt waren über 70 Einsatzkräfte der Feuerwehr Stockach mit 15 Fahrzeugen im Einsatz. Die Feuerwehr Radolfzell unterstützte mit einer Drehleiter und dem Abrollbehälter Atemschutz. Der Rettungsdienst war mit mehr als 30 Einsatzkräften vor Ort, um die Verletzten zu versorgen und die Menschenrettung zu unterstützen.

