In der Nacht zum Samstag, den 21. März 2026, ereignete sich auf der Bahnstrecke zwischen Kamen-Methler und dem Bahnhof Kamen ein Vorfall, bei dem ein Regionalexpress mit mehreren Betonplatten kollidierte, die auf den Gleisen platziert worden waren. Der Zug war auf der Linie RE1 von Aachen in Richtung Hamm (Westfalen) unterwegs, als der Lokführer kurz vor Mitternacht die Hindernisse bemerkte und eine Notbremsung einleitete.
Unverletzt, aber Zug außer Betrieb
Obwohl der Zugführer und die insgesamt 309 Fahrgäste unverletzt blieben, war der Regionalexpress nach der Kollision nicht mehr fahrbereit. Die Passagiere wurden aus dem Zug evakuiert und setzten ihre Reise mit einem Ersatzzug fort. Die Polizei Dortmund übernahm die Ermittlungen am Tatort, der sich in der Nähe einer Unterführung im Bereich der Straßen Königsstraße und Roggenkamp befindet.
Betonplatten und Metallstange auf den Gleisen
Erste Untersuchungen ergaben, dass mehrere Betonplatten sowie eine Metallstange auf die Gleise gelegt wurden. Die Betonplatten stammen offenbar von einem nahegelegenen Kabelschacht neben der Bahnstrecke, von dem sie durch unbekannte Täter entfernt wurden. Die Polizei geht von einem gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr aus und hat ein entsprechendes Strafverfahren eingeleitet.
Staatsschutz übernimmt Ermittlungen
Da ein politischer Hintergrund des Vorfalls nicht ausgeschlossen werden kann, hat der Staatsschutz des Polizeipräsidiums Dortmund die weiteren Ermittlungen übernommen. Die Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe und fragt, ob vor Mitternacht verdächtige Personen im Bereich der Bahnstrecke beobachtet wurden.
Zeugenaufruf der Polizei
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich bei der Kriminalwache der Polizei Dortmund unter der Rufnummer 0231/132-7441 zu melden. Die Polizei weist darauf hin, dass Hinweise auch anonym erfolgen können. Eine schnelle Aufklärung des Vorfalls ist wichtig, um die Sicherheit im Bahnverkehr zu gewährleisten und weitere Gefährdungen zu verhindern.
Auswirkungen auf den Bahnverkehr
Der Vorfall führte zu einer vorübergehenden Stilllegung des betroffenen Zuges und erforderte den Einsatz eines Ersatzzuges für die Fahrgäste. Weitere Informationen zu möglichen Verspätungen oder Zugausfällen im Zusammenhang mit dem Ereignis wurden bislang nicht veröffentlicht.
Polizei bittet um Vorsicht und Aufmerksamkeit
Die Polizei mahnt, dass das Platzieren von Gegenständen auf Bahngleisen eine erhebliche Gefahr für Leib und Leben darstellt und strafrechtlich verfolgt wird. Sie appelliert an die Bevölkerung, verdächtige Beobachtungen umgehend zu melden, um solche Gefährdungen frühzeitig zu verhindern.
Kontakt für Medienanfragen
Medienvertreter werden gebeten, Rückfragen ab Montag, den 23. März 2026, ab 7 Uhr an die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Polizei Dortmund zu richten.

