Am Mittwoch, den 18. März 2026, ereignete sich gegen 11:55 Uhr auf der Autobahn 1 bei Unna ein Verkehrsunfall, an dem ein Oldtimer-LKW beteiligt war. Der Unfall führte zu erheblichen Verkehrsbehinderungen und mehreren Verletzten. Die Polizei Dortmund hat die Ermittlungen aufgenommen.
Unfallhergang und beteiligte Fahrzeuge
Nach bisherigen Erkenntnissen befuhr ein 60-jähriger Mann aus Unna mit einem Mercedes LPS, einem Oldtimer-LKW aus dem Baujahr 1965, die A1 in Fahrtrichtung Bremen. Zwischen den Anschlussstellen Unna-Zentrum und Kamen-Zentrum bemerkte der Fahrer offenbar zu spät, dass sich auf dem rechten Fahrstreifen ein Stau gebildet hatte. Um eine Kollision mit dem Stauende zu vermeiden, wechselte er mit der Zugmaschine auf den mittleren Fahrstreifen.
Ein 42-jähriger Autofahrer aus Münster, der mit einem VW unterwegs war, konnte nicht mehr rechtzeitig ausweichen und kollidierte mit dem Heck des Oldtimer-LKW. Durch die Kollision gerieten beide Fahrzeuge ins Schleudern und drehten sich. Der Mercedes-LKW stieß dabei zunächst gegen die Mittelschutzplanke und anschließend mit einem Ford Transit auf dem rechten Fahrstreifen zusammen.
Verletzte und Rettungseinsatz
Der 60-jährige Fahrer des Oldtimers wurde bei dem Unfall schwer verletzt. Da der Oldtimer weder über Airbags noch Sicherheitsgurte verfügte, wurde der Mann durch die Frontscheibe auf die Fahrbahn geschleudert. Lebensgefahr bestand laut Polizeiangaben jedoch nicht. Ersthelfer leisteten unmittelbar nach dem Unfall Erste Hilfe, bis Rettungskräfte eintrafen. Ein Rettungshubschrauber landete an der Unfallstelle, um den Verletzten schnellstmöglich zu versorgen.
Der 42-jährige Fahrer des VW wurde leicht verletzt und ebenfalls in ein Krankenhaus gebracht. Der 74-jährige Fahrer des Ford Transit aus Werne blieb unverletzt.
Verkehrsbeeinträchtigungen und Bergungsarbeiten
Für die Unfallaufnahme sowie die anschließenden Bergungs- und Reinigungsarbeiten wurde die A1 in Richtung Bremen voll gesperrt. Dies führte zu einem Stau von bis zu 13 Kilometern Länge. Auch auf der Gegenfahrbahn kam es zu Verkehrsbehinderungen, da viele Verkehrsteilnehmer aufgrund der Unfallstelle abbremsten, um einen Blick auf das Geschehen zu werfen.
Gegen 13:00 Uhr konnte die Polizei den linken Fahrstreifen wieder freigeben. Die restlichen Fahrstreifen wurden gegen 15:00 Uhr wieder befahrbar. Der Oldtimer-LKW und der VW wurden abgeschleppt, der Ford Transit blieb fahrbereit.
Polizei ermittelt Unfallursache
Die Polizei Dortmund führt die Ermittlungen zur genauen Unfallursache weiter. Bislang ist unklar, warum der Fahrer des Oldtimer-LKW den Stau zu spät erkannt hat. Die Polizei bittet Verkehrsteilnehmer um erhöhte Vorsicht auf der Autobahn, insbesondere bei stockendem Verkehr.
Fahrzeugsicherheit bei Oldtimern
Der Unfall macht auch die besonderen Risiken bei der Nutzung von Oldtimer-Fahrzeugen im Straßenverkehr deutlich. Der betroffene Mercedes LPS aus dem Jahr 1965 war nicht mit modernen Sicherheitsmerkmalen wie Airbags oder Sicherheitsgurten ausgestattet, was den Verletzungsgrad bei dem Unfall maßgeblich beeinflusst hat.

