Am Dienstag, dem 17. März 2026, führte die Kreispolizeibehörde Rhein-Sieg-Kreis im Stadtgebiet Siegburg einen umfangreichen Kontrolltag durch. Über einen Zeitraum von acht Stunden, von 11:00 bis 19:00 Uhr, waren mehr als 70 Einsatzkräfte im Einsatz. Ziel der Aktion war es, die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen und insbesondere ungeschützte Verkehrsteilnehmer in den Fokus zu nehmen.
Breites Einsatzspektrum und beteiligte Einheiten
Die Kontrollmaßnahmen wurden von Einsatzkräften aller Polizeiwachen des Rhein-Sieg-Kreises durchgeführt. Zusätzlich waren der Verkehrsdienst, die Verkehrs- und Kriminalprävention sowie die Bereitschaftspolizei aus Bonn beteiligt. Durch die sichtbare Präsenz sollte das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger gestärkt werden.
Fokus auf ungeschützte Verkehrsteilnehmer
Besonderes Augenmerk lag auf Fußgängern, Radfahrern, E-Scooter-Nutzern und Motorradfahrern. Insgesamt wurden mehr als 60 Fahrrad- und E-Scooterfahrer kontrolliert. Dabei stellten die Beamten sechs Fälle fest, in denen E-Scooter mit ungültigen Versicherungskennzeichen unterwegs waren. Gegen diese Fahrer wurden Strafanzeigen wegen des Verdachts auf Verstöße gegen das Pflichtversicherungsgesetz gefertigt.
Drogenkontrollen und weitere Verstöße
Bei zwei E-Scooter-Fahrern ergaben sich Hinweise auf möglichen Drogenkonsum. Nach positiven Vortests wurden Blutproben entnommen, und entsprechende Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Darüber hinaus ahndeten die Einsatzkräfte über 50 weitere Verstöße im Zusammenhang mit Fahrrädern und E-Scootern, häufig wegen der Nutzung von Gehwegen, mit Verwarnungsgeldern.
Kontrollen im motorisierten Verkehr
Auch der motorisierte Verkehr wurde nicht außer Acht gelassen. Vier Autofahrer wurden ohne gültige Fahrerlaubnis angetroffen, was jeweils zur Einleitung von Strafverfahren führte. Neben diesen Fällen wurden zahlreiche weitere Verkehrsverstöße festgestellt und mit Ordnungswidrigkeitenanzeigen sowie Verwarnungsgeldern geahndet.
Prävention und Bürgerdialog
Die Polizei verfolgte neben den repressiven Maßnahmen auch präventive Ansätze. In zahlreichen Gesprächen mit Bürgerinnen und Bürgern informierten die Einsatzkräfte, insbesondere aus dem Bereich Opferschutz, über sicheres Verhalten im Straßenverkehr. Thematisiert wurden unter anderem der Umgang mit Pedelecs und E-Scootern sowie Maßnahmen zur Einbruchsprävention.
Fazit der Polizei
Polizeioberkommissar Johannes Plehn, der die Maßnahme leitete, zog ein positives Fazit: „Der Kontrolltag hat gezeigt, wie wichtig sowohl konsequente Verkehrsüberwachung als auch der direkte Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern sind. Unser Ziel bleibt es, die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu erhöhen – insbesondere derjenigen, die im Straßenverkehr besonders gefährdet sind.“ Die Aktion wurde unter dem Hashtag #RheinSiegSicher geführt.

