Am vergangenen Wochenende kam es am Hauptbahnhof Hamm zu mehreren polizeilichen Maßnahmen durch Einsatzkräfte der Bundespolizei. Dabei wurden zwei Personen aufgrund offener Haftbefehle festgenommen und eine vermisste Jugendliche in Gewahrsam genommen und in die Obhut des Jugendamtes übergeben.
Vermisste Jugendliche aus Bonn am Bahnhof Hamm aufgefunden
Am Freitagabend, kurz vor Mitternacht, entdeckten Bundespolizisten eine 14-jährige Deutsche aus Bonn am Hauptbahnhof Hamm. Die Jugendlichen war zuvor von ihrer Mutter als vermisst gemeldet worden. Die Landespolizei Bonn hatte die Bundespolizei über den Aufenthaltsort der Minderjährigen informiert. Aufgrund der Personenbeschreibung konnten die Einsatzkräfte die Jugendliche identifizieren und in Gewahrsam nehmen. Im Anschluss wurde sie dem Jugendamt Hamm übergeben, das sich um die weitere Betreuung kümmerte.
Festnahme einer Frau mit Haftbefehl wegen unbezahlter Geldstrafe
Am Samstagnachmittag überprüften Bundespolizisten im Hauptbahnhof Hamm die Identität einer 43-jährigen Bulgarin. Dabei stellte sich heraus, dass gegen sie ein offener Haftbefehl vorlag. Das Amtsgericht Iserlohn hatte die Frau im Jahr 2025 wegen Betrugs zu einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu je 30 Euro verurteilt. Diese Geldstrafe hatte sie bislang nicht bezahlt. Die Staatsanwaltschaft Hagen hatte daraufhin im Januar 2026 einen Haftbefehl erlassen.
Da die Frau die ausstehende Geldstrafe in Höhe von 900 Euro auch bei der Kontrolle nicht begleichen konnte, wurde sie festgenommen und zur Verbüßung einer 15-tägigen Ersatzfreiheitsstrafe in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.
Mann mit gefälschtem Deutschlandticket und offenem Haftbefehl festgenommen
Am Sonntagmorgen wurde ein 33-jähriger russischer Staatsangehöriger bei einer Kontrolle im Regionalzug nach Hamm aufgegriffen. Er legte einen Deutschlandticket vor, das auf eine andere Person ausgestellt war. Zur Klärung des Sachverhalts wurden Bundespolizisten hinzugezogen.
Bei der Identitätsprüfung stellte sich heraus, dass gegen den Mann ein offener Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Gießen vorlag. Er war wegen eines Betrugsdeliktes zu einer Geldstrafe von 800 Euro verurteilt worden, die er nicht bezahlt hatte. Da er die Geldstrafe auch vor Ort nicht begleichen konnte, wurde er festgenommen und zur Verbüßung einer 20-tägigen Ersatzfreiheitsstrafe in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.
Zusammenfassung und Ausblick
Die Einsätze am Hauptbahnhof Hamm zeigen die vielfältigen Aufgaben der Bundespolizei im Bereich der Personenüberprüfung und Gefahrenabwehr. Neben der Sicherstellung einer vermissten Jugendlichen wurden zwei Haftbefehle vollstreckt, die auf unbezahlte Geldstrafen zurückgehen. Die Bundespolizei arbeitet dabei eng mit anderen Behörden wie der Landespolizei, den Jugendämtern und der Justiz zusammen, um eine schnelle und rechtskonforme Abwicklung sicherzustellen.
Die Bundespolizei weist darauf hin, dass die Festnahmen und Ingewahrsamnahmen auf Grundlage bestehender Haftbefehle und Vermisstenmeldungen erfolgten. Weitere Details zu den Hintergründen der einzelnen Fälle wurden nicht bekannt gegeben.

