Bedburg-Hau. Die Sicherheit bei Einsatzfahrten ist für Feuerwehrleute von höchster Bedeutung. Um die Fahrkompetenz ihrer Einsatzkräfte zu stärken, hat die Freiwillige Feuerwehr Bedburg-Hau ein spezielles Fahrsicherheitstraining organisiert. Insgesamt 14 Feuerwehrleute nahmen an der Schulung teil, die am 29. März 2026 im Fahrsicherheitscentrum Rheinberg stattfand.
Training unter realistischen Bedingungen
Das Fahrsicherheitstraining wurde von der Fahrschule van de Loo aus Pfalzdorf organisiert und umfasste den Umgang mit sechs Fahrzeugen, darunter vier Feuerwehrfahrzeuge sowie zwei Fahrzeuge der Fahrschule. Ziel war es, die Fahrer auf anspruchsvolle und realistische Situationen vorzubereiten, die im Einsatz auftreten können.
Die Teilnehmer übten unter anderem Gefahrenbremsungen auf nasser Fahrbahn, das Ausweichen von plötzlich auftauchenden Hindernissen sowie das sichere Beherrschen der Fahrzeuge in Extremsituationen. Diese Übungen verdeutlichten die Herausforderungen, die insbesondere bei schweren Einsatzfahrzeugen mit langen Bremswegen auftreten können.
Besondere Bedeutung bei Fahrten unter Sonder- und Wegerechten
Fahrten mit Blaulicht und Martinshorn erfordern von den Fahrern ein hohes Maß an Konzentration und Verantwortungsbewusstsein. Während jeder Einsatz oft mit Zeitdruck verbunden ist, steigt gleichzeitig das Risiko für Unfälle. Das Training zielte darauf ab, die Sicherheit bei solchen Fahrten zu erhöhen und die Einsatzkräfte besser auf kritische Verkehrssituationen vorzubereiten.
Der Leiter der Feuerwehr Bedburg-Hau, Klaus Elsmann, unterstrich die Wichtigkeit dieses Trainings: „Unsere Einsatzkräfte müssen im Ernstfall schnell helfen, aber sie müssen vor allem sicher ankommen. Ein Unfall auf der Einsatzfahrt hilft niemandem. Deshalb ist dieses Fahrsicherheitstraining ein ganz wichtiger Bestandteil unserer Ausbildung.“
Finanzierung und Unterstützung
Die Maßnahme wurde zum Großteil durch die Unfallkasse Nordrhein-Westfalen bezuschusst. Die Gemeinde Bedburg-Hau übernahm die restlichen Kosten. Diese finanzielle Unterstützung ermöglichte es, das Training in professionellem Rahmen durchzuführen und den Teilnehmern eine hochwertige Ausbildung zu bieten.
Positive Resonanz bei den Teilnehmern
Am Ende des Tages zeigten sich alle Teilnehmer von dem Training überzeugt. Neben der Vermittlung wichtiger Fahrtechniken bot das Fahrsicherheitstraining auch wertvolle Erfahrungen, die im Einsatzfall entscheidend sein können. Die Feuerwehrleute betonten, dass Schnelligkeit im Einsatz zwar wichtig sei, Sicherheit jedoch oberste Priorität habe.
Mit solchen regelmäßigen Trainings will die Freiwillige Feuerwehr Bedburg-Hau die Einsatzbereitschaft ihrer Mannschaft langfristig verbessern und Unfälle auf dem Weg zum Einsatz minimieren.

