Am Sonntagmorgen, dem 22. Februar 2026, wurde die Feuerwehr Essen um 7:36 Uhr zu einem Wohnungsbrand in der Heßlerstraße im Stadtteil Altenessen-Nord gerufen.
Bei ihrem Eintreffen stellten die Einsatzkräfte fest, dass eine Maisonette-Wohnung im ersten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses in Flammen stand. Der Bewohner machte durch Winken am Fenster auf sich aufmerksam. Sofort wurde eine Drehleiter in Position gebracht, um die Person aus der Wohnung zu retten. Nach der Erstversorgung durch den Rettungsdienst wurde der Mann mit dem Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus gebracht.
Parallel dazu begann der Einsatzleiter mit der Brandbekämpfung. Unter Atemschutz gingen mehrere Trupps gegen die Flammen vor. Auf einem Balkon an der Rückseite des Gebäudes befanden sich drei weitere Personen, die ebenfalls in Sicherheit gebracht wurden. Die Feuerwehr nutzte tragbare Leitern, um die Menschen schnell zu evakuieren.
Eine besondere Herausforderung stellte die Ausbreitung des Rauches dar. Das Feuer breitete sich über den Treppenraum bis in den Dachbereich aus, wo Teile der Dachkonstruktion, einschließlich Dachsparren, in Brand gerieten. Während die Einsatzkräfte den Dachbereich kontrollierten, kam es zu einer plötzlichen Ausbreitung des Feuers. Daraufhin wurde eine zweite Drehleiter angefordert. Um die Brandherde zu erreichen, öffneten die Feuerwehrleute große Teile des Daches und setzten spezielle Löschbohrsysteme ein, um Glutnester gezielt zu bekämpfen.
Insgesamt wurden 19 Personen aus dem betroffenen Gebäude sowie einem angrenzenden Nachbarhaus evakuiert. Diese wurden in einem Bus der Ruhrbahn betreut, während die übrigen Bewohner des Mehrfamilienhauses nach Abschluss der Maßnahmen in ihre Wohnungen zurückkehren konnten. Die Brandwohnung bleibt jedoch unbewohnbar. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.
Im Einsatz waren zwei Löschzüge der Berufsfeuerwehr sowie die Freiwilligen Feuerwehren aus Essen-Katernberg und Essen-Stoppenberg.

