In den frühen Morgenstunden des 15. März ereignete sich auf der HTS zwischen den Anschlussstellen Siegen-Geisweid und Kreuztal-Buschhütten ein Verkehrsunfall, der zu einer vorübergehenden Sperrung der Fahrbahn in Richtung Olpe führte. Ein 26-jähriger Fahrzeugführer verlor gegen 03:40 Uhr die Kontrolle über seinen Audi und kollidierte zunächst mit den rechtsseitigen Leitplanken, bevor er anschließend in die Mittelleitplanken prallte.
Unfallhergang und Fahrzeugbergung
Der Fahrer blieb trotz des erheblichen Schadens an seinem Fahrzeug unverletzt. Aufgrund der starken Beschädigung musste das Fahrzeug gegen 04:50 Uhr von einem Abschleppunternehmen geborgen werden. Für die Dauer der Verladung sperrte die Polizei die Richtungsfahrbahn Olpe kurzzeitig, um einen sicheren Ablauf zu gewährleisten.
Mehrere Falschfahrer auf der gesperrten Strecke
Während der Sperrung näherten sich drei Fahrzeuge der Unfallstelle von hinten. Entgegen der Verkehrsregeln hielten diese nicht am Stauende an. Ein Mercedes-Fahrer setzte sogar über eine Strecke von etwa 500 Metern rückwärts bis zur Anschlussstelle Siegen-Geisweid zurück. Zwei weitere Pkw-Fahrer wendeten auf der Fahrbahn und fuhren ebenfalls entgegen der Fahrtrichtung zurück zur Anschlussstelle.
Polizeiliche Maßnahmen und rechtliche Konsequenzen
Die drei Fahrzeugführer im Alter von 22, 54 und 56 Jahren wurden von einer eingesetzten Polizeistreife am Ende der Ausfahrt angehalten. Sie müssen nun mit einem Ordnungswidrigkeitenverfahren rechnen. Nach den geltenden Vorschriften drohen bei einer Falschfahrt ohne Gefährdung ein Bußgeld von 200 Euro, zwei Punkte im Fahreignungsregister und ein Monat Fahrverbot.
Appell der Polizei zur Verkehrssicherheit
Die Polizei betonte, dass die drei Fahrer Glück hatten, dass es nicht zu einer Gefährdung weiterer Verkehrsteilnehmer kam. Gerade auf Schnellstraßen mit hohen Geschwindigkeiten können Falschfahrten zu schweren Unfällen führen. Die Polizei warnt eindringlich davor, aus einer vermeintlichen Zeitersparnis heraus solche riskanten Manöver durchzuführen, da die Gefahr für sich selbst und andere Verkehrsteilnehmer erheblich ist.
Verkehrssicherheit bleibt oberstes Gebot
Der Vorfall zeigt, wie schnell sich gefährliche Situationen auf vielbefahrenen Straßen entwickeln können. Die Polizei weist darauf hin, dass das Befahren einer Straße in falscher Richtung nicht nur strafrechtliche Folgen hat, sondern auch das Leben aller Beteiligten gefährdet. Verkehrsteilnehmer sind daher angehalten, den Anweisungen der Polizei und den Verkehrszeichen unbedingt Folge zu leisten.

