Am Samstagmorgen des 14. März 2026 wurde ein 62 Jahre alter Mann in Hannover-Misburg Opfer eines Trickbetrugs. Vor einem Supermarkt in der Anderter Straße sprach ihn ein unbekannter Mann an, der unter dem Vorwand einer Spendensammlung sein Vertrauen erschlich und anschließend eine deutlich höhere Abbuchung von seinem Konto veranlasste.
Vorgehen des Täters vor dem Supermarkt
Gegen 08:50 Uhr hielt sich der Geschädigte nach einem Einkauf vor dem Supermarkt auf, als ihn der Täter ansprach. Der Unbekannte gab an, Spenden für ein Kommunikationsbüro für körperlich beeinträchtigte Personen zu sammeln. Der 62-Jährige zeigte sich hilfsbereit, unterschrieb eine vorgelegte Liste und wollte eine niedrige zweistellige Summe in bar spenden.
Der Täter lehnte die Barzahlung jedoch ab und bestand darauf, nur bargeldlose Zahlungen per Überweisung zu akzeptieren. Daraufhin nutzte er sein eigenes Mobiltelefon, um einen vermeintlichen Betrag einzugeben und forderte den Mann auf, seine Debitkarte an das Gerät zu halten und die PIN einzugeben.
Unrechtmäßige Abbuchung und Flucht des Täters
Nachdem der Bezahlvorgang abgeschlossen war, entfernte sich der Täter in Richtung Meyers Garten. Erst bei der späteren Überprüfung seines Onlinebankings stellte der 62-Jährige fest, dass nicht der vereinbarte Betrag, sondern fast 1000 Euro von seinem Konto abgebucht worden waren. Die Zahlung wurde über einen bargeldlosen Zahlungsdienstleister abgewickelt, der kontaktlose Zahlungen über mobile Endgeräte ermöglicht.
Beschreibung des Täters und Ermittlungsstand
Der unbekannte Mann wird als etwa 175 bis 180 Zentimeter groß, zwischen 45 und 50 Jahre alt und von korpulenter Statur beschrieben. Er hatte dunkle, mittellange Haare und trug zum Tatzeitpunkt vollständig dunkle Kleidung. Die Polizei Hannover hat ein Ermittlungsverfahren wegen Betrugs eingeleitet.
Zeuginnen und Zeugen, die Hinweise zum Täter geben können, werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Hannover unter der Telefonnummer 0511 109-2515 zu melden.
Polizeiliche Präventionstipps
Die Polizei weist darauf hin, dass Spenden grundsätzlich sinnvoll und unterstützenswert sind. Dennoch sollten Bürgerinnen und Bürger bei bargeldlosen Zahlungen besondere Vorsicht walten lassen. Vor der Eingabe der PIN sollte stets der angezeigte Betrag kontrolliert und der vollständige Buchungsvorgang abgewartet werden.
Die Polizei rät außerdem, sich nicht unter Zeitdruck setzen zu lassen und die PIN nur einzugeben, wenn man sicher ist, dass der Betrag korrekt ist.

